Es ist – bislang jedenfalls – nichts geworden aus der Forderung, die aus dem Mitwirkungsverfahren hervorging: nämlich den Sälipark 2020 lediglich über die rückwärtige Sälistrasse zu erschliessen.

Der ab 25. November bis 4. Januar kommenden Jahres im Stadthaus aufgelegte Gestaltungsplan Riggenbachstrasse hält an der Erschliessung über Bifang- und Riggenbachstrasse fest.

An dieser Stelle einige Eckpunkte des Gestaltungsplans:

  • Der Erschliessungsverkehr von und zum Sälipark soll möglichst stadt- und quartierverträglich organisiert werden. Dazu wird die Einfahrt zur Tiefgarage neu auf Höhe der Bifangstrasse zu liegen kommen. Dies entflechtet die Ströme von Langsam- und motorisiertem Individualverkehr wesentlich.
  • Die Riggenbachstrasse wird bei Realisierung des Projekts Sälipark 2020 zwischen Bifangstrasse und Krummackerweg für den privaten Autoverkehr mittels Poller gesperrt. Hingegen können Busse passieren. Für den Veloverkehr stehen im Sälipark mehrere Hundert Velosabstellplätze bereit; grosszügig dimensioniert und gut zu erreichen.
  • Da nur wenig mehr Autoparkplätze vorgesehen sind (bisher 625; neu 685), sieht der Gestaltungsplan vor, künftig ein vermehrtes Busangebot via Bifangplatz – Bifangstrasse – Riggenbachstrasse – Von Rollstrasse zur optimalen Erschliessung des Säliparks einzurichten.
  • Die Begegnungszone, die Piazza, beschränkt sich vorläufig auf den Raum nördlich des Säliparks. Diese muss allerdings mit öffentlichem Verkehr (Bus) und Zufahrtsverkehr geteilt werden.
  • Der Platz vom Sälipark (öffentlicher Aussenraum, eigentlich die Piazza) wird optisch bis ans Berufsbildungszentrum herangeführt.
  • Die bestehende Begegnungszone an der Tannwaldstrasse (Bahnhofbereich) wird in die alte Aarauerstrasse hinein verlängert. Davon versprechen sich die Planer Vorteile für den Langsamverkehr und die Verkehrssicherheit am Knoten Von Rollstrasse sowie bessere Bedingungen für Nutzung und Verkehrsführung in der alten Aarauerstrasse. Von Roll- und Bifangstrasse werden als längsgerichtete Bewegungsräume bezeichnet und verbleiben vorderhand in der Tempo-30-Zone.
  • Auch durch die zusätzliche Busnutzung des Bifangplatzes drängen sich dort gestalterische und verkehrstechnische Massnahmen auf. In die Überlegungen eingeflossen ist auch der Umstand, dass die Unterführung Aarauerstrasse nicht mehr zwingend benötigt wird, so dass Zweckbauten, die im Zusammenhang mit der Unterführung stehen, entfernt werden könnten und dadurch Gestaltungsräume frei werden: quasi Blick frei in und für die Florastrasse. Zur Meinungsbildung ist eine Mitwirkung geplant.
Eine mögliche Gestaltungsvariante für den Bifangplatz.

Eine mögliche Gestaltungsvariante für den Bifangplatz.

  • Gesucht wird noch nach einer stabilen Lösung für den Wochenmarkt. Für die Neupositionierung des Markts kommen mehrere Standorte infrage. Als Beispiele werden hier die Engelbergstrasse oder etwa das Einzugsgebiet Podest Bifangschulhaus, Bifangplatz und Aarauerstrasse genannt.

Die Umsetzung der Umgestaltungs- und Verkehrsmassnahmen ist direkt mit dem Projekt Sälipark 2020 verbunden. Gemäss Planungsbericht betragen die gesamten Investitionskosten der Stadt grob geschätzt knapp 2 Mio. Franken.

Es ist geplant, bei der Trägerschaft Sälipark 2020, die Immobilienfirma Giroud Olma mit Thomas W. Jung an der Spitze, einen Finanzierungsbeitrag zu beantragen.