Olten

Geschäftsführer: «Noch nie wurde an der MIO so viel geboten wie jetzt»

Messeleiter Mike Zettel (rechts) mit Elektriker Janick Heim, Servicemonteur bei Bouygues Energies & Services. Im Hintergrund wird gerade ein nigelnagelneues Pistenfahrzeug für den Stand der Gastregion UNESCO Biosphäre Entlebuch angeliefert.

Messeleiter Mike Zettel (rechts) mit Elektriker Janick Heim, Servicemonteur bei Bouygues Energies & Services. Im Hintergrund wird gerade ein nigelnagelneues Pistenfahrzeug für den Stand der Gastregion UNESCO Biosphäre Entlebuch angeliefert.

Geschäftsführer Mike Zettel kann für die diesjährige Messe in Olten einige Neuerungen ankünden.

Die Messe in Olten (MiO) ist neben der Chilbi, der Fasnacht oder dem alle zwei Jahre stattfindenden Schulfest ein wichtiger Punkt des städtischen Jahresprogramms. Doch nun müssen sich die Besucher zumindest beim Termin umgewöhnen: Die diesjährige MiO findet neu nicht mehr am ersten Herbstferien-Wochenende statt, sondern eine Woche früher. «Ich rechne nun mit mehr Besuchern», sagt Geschäftsführer Mike Zettel, der die Änderung eigentlich schon auf letztes Jahr einführen wollte.

Die Ankündigung war aber zu kurzfristig. Bei den Lieferanten der Messestände gab es zuwenig Material und die Gewerbler hatten sich das ursprüngliche Datum ebenfalls schon vorgemerkt. Eine Umfrage im Jahr 2017 hat nämlich ergeben, dass 98 Prozent der Aussteller und der beteiligten Vereine für eine Vorverschiebung sind. Zettel hatte sogar die Idee, die MiO zwei Wochen früher Mitte September durchzuführen. Er verwarf dies dann allerdings wieder, weil mit dem 2-Stunden-Lauf bereits eine grössere Veranstaltung an diesem Datum stattfindet und er selbst in Zürich an einer anderen Messe beschäftigt ist. Mit dem früheren Termin konnte Zettel auch ein paar neue Aussteller gewinnen. Zudem hätten sich für 2020 weitere Gewerbler gemeldet, ebenso dabei sein zu wollen.

Mobile Anlage für 600 Velos wird aufgestellt

Eine weitere Neuerung betrifft die Anreise. Letztes Jahr hat der Organisator die Besucher erstmals aufgerufen, den öV zu benutzen. «Sogar ein guter Kollege, der immer mit dem Auto kam, hat dies befolgt», freut sich Zettel. In diesem Jahr geht er nun einen Schritt weiter und bietet am unteren Ende der MiO beim Arkadis-Gebäude an der Aarauerstrasse versuchsweise mobile Veloparkplätze an. Mindestens 600 sollen es sein, zur Verfügung stellen könnte Zettel je nach Platzverhältnissen sogar deren 1000. Damit soll das Bifangquartier zusätzlich vom Autoverkehr entlastet werden. Zudem müssen die Anwohner während der MiO-Zeit auf gewisse Autoparkplätze verzichten. «Wir wollen damit ein Zeichen setzen», sagt Zettel.

Angedacht waren zwei weitere Neuerungen, die nun zumindest für dieses Jahr noch nicht geklappt haben. Zettel wollte einen Marktrufer engagieren, den er an der Olma kennen gelernt hatte. Dessen Firma ist aber inzwischen in Liquidation. Ebenfalls geplant war ein Riesenrad auf dem Maria-Felchlin-Platz. Weil die Stadt ursprünglich die Reiserstrasse sanieren wollte, dieses Vorhaben aber wegen des Budgetreferendums verschoben werden musste, hatte er zuwenig Zeit, innert kurzer Frist einen passenden Anbieter zu finden. Auf dem Platz vor der Friedenskirche will Zettel künftig nämlich spezielle Attraktionen bieten.

Stadtrat erlässt Gebühren von 51 000 Franken

Für Zettel ist es die siebte MiO, die er im Auftrag des Quartiervereins rechtes Aareufer als Geschäftsführer organisiert. «Wir haben in meiner Zeit noch nie so viel geboten wie jetzt», sagt er nicht ohne Stolz. Neben dem Unesco-Biosphärenreservat Entlebuch als Gastregion, die sich am Sonntag mit mehreren Aktivitäten in Szene setzt, gibt das Rahmenprogramm mit Streichelzoo, freiem Ponyreiten übers Messegelände oder einem Plauschturnier der Jungwacht- und Blauring-Organisation einiges her.

Auch mit der Stadt Olten steht Zettel auf gutem Fuss. Der Stadtrat hat der MiO wie in den letzten Jahren die Gebühren für die Benützung des öffentlichen Grundes sowie zum Teil Dienstleistungen des Werkhofs in Höhe von 51 000 Franken erlassen. Bei einem Budget von 140 000 Franken ist dies doch mehr als nur ein Pappenstiel. Zudem zahlt die MiO trotzdem noch knapp 15 000 Franken in die Stadtkasse für bezogene Leistungen.

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