Unter anderem muss das 30-jährige Kalt- und Warmwassernetz im Altersheim Ruttigen saniert werden. Die Delegierten genehmigten einen Investitionskredit über 2,4 Mio. Franken. Die Instandsetzung erfolgt in drei Etappen; der Start erfolgt im November.

Walter Straumann, Präsident der Genossenschaft Ruttigen, konnte 32 Delegierte zur ausserordentlichen DV im Pavillon «Träffpunkt Ruttiger» des Oltner Alters- und Pflegeheims willkommen heissen. Kerntraktandum war das Projekt «Innensanierung der Gebäulichkeiten». «Die Bauarbeiten werden bei laufendem Betrieb erfolgen und sollen für die Bewohner/-innen möglichst schonend ausgeführt werden», erklärte Straumann einleitend. Die Ausschreibung, so Daniel Peier vom Oltner Ingenieurbüro Aeschlimann Brunner, Olten, sei im offenen Verfahren erfolgt.

Arbeiten an Leitungen und in Räumen

Ersetzt werden muss, laut Architekt Stefan Schertenleib vom Büro Gemobau Architekten AG, Zofingen, das hausinterne Leitungsnetz für die Verteilung von Kalt- und Warmwasser, das schon 30 Jahre alt ist. In den meisten Leitungen liegen Verkalkungen und Korrosionsschäden vor; ferner sind diverse Leitungsarmaturen undicht oder schlecht regulierbar. Zudem fehlt bei einigen Duschen ein Verbrühungsschutz. Ausser jenen in den Erweiterungsbauten (Eingangshalle, Therapiebad oder Demenzabteilung) müssen alle Leitungen – auch in den WC-Anlagen – ersetzt werden.

Ferner ist die Gebäudekanalisation zu überprüfen und wo nötig, instandzustellen. Zudem müssen Brandmelder, Deckenbeleuchtungen, Steckdosen und Lichtschalter teils neu installiert werden. Hinzu kommt der Ersatz einzelner Brandabschnittstüren; die Sanierung von Bodenbelägen und Malerarbeiten an Böden, Wänden, Decken, Radiatoren und Türen. Auch Metall- und Holzdecken werden erneuert. Zudem werden sämtliche Bewohnerzimmer mit WLAN nachgerüstet. Der Zugang der Handwerker erfolgt vor allem über Aussengerüste.

In drei Etappen bis Sommer 2020

Die Arbeiten werden in drei Etappen durchgeführt. Als erstes wird das Untergeschoss in Angriff genommen. Dieses soll im Winter 2018/19 saniert werden, wobei der Betrieb des Therapiebades in dieser Zeit nicht aufrechterhalten werden kann. Als zweites folgen die Erd- und Obergeschosse des Nordflügels im Sommer 2019.

In der dritten Etappe schliesslich (Sommer 2020) folgen Erd- und Obergeschoss im Südflügel, wobei die Demenzabteilung erhöhter Anforderungen bedarf. Während der Arbeiten dürfen jeweils zwei Bewohnerzimmer nicht belegt sein; die Bewohnenden müssen unterdessen vorübergehend in fix definierte Ausweichzimmer im Untergeschoss zügeln.

Der Kostenvoranschlag für alle drei Etappen beträgt 2,4 Mio. Franken, verteilt über drei Jahre. Für das Untergeschoss werden 0,628 Mio. Franken veranschlagt, für den Nordflügel 0,856 Mio. Franken und für den Südflügel 0,916 Mio. Franken.

Wie Vorstandsmitglied Beat Wildi erläuterte, «können die Sanierungen vollumfänglich aus eigenen Mitteln finanziert werden»: Per August 2018 betrugen die Eigenmittel 1,7 Mio. Franken (vor allem Rückstellungen); in den folgenden Jahren wird mit Einnahmen von 0,62 Mio. Franken jährlich an Investitionspauschalen gerechnet. «Die Verbandsgemeinden müssen also nicht für Beiträge angegangen werden». In der Folge stimmten die Delegierten dem Kreditbegehren einstimmig zu.

Zum Fahrplan: Die Ausschreibungen erfolgen in den nächsten Tagen, die Arbeiten sollen im November in Angriff genommen werden. Die Pensionärinnen und Pensionäre sowie deren Angehörige werden noch separat im Detail informiert.