Olten
Generalversammlung SP Olten: 70-Jahre-Ehrung und ein Schwerpunktthema

Erstmals hat die SP der Stadt Olten an einer Generalversammlung ein Schwerpunktthema festgelegt, das sie während einem Jahr intensiv bearbeiten will. Die Parteimitglieder haben sich fürs Thema Innenstadtentwicklung entschieden.

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Zusammen über 200 Jahre in der SP: Die Geehrten Ruedi Wiedmer, Peter Gomm, Ruedi Bachmann, Evelyne Ackermann, Clemens Ackermann.

Zusammen über 200 Jahre in der SP: Die Geehrten Ruedi Wiedmer, Peter Gomm, Ruedi Bachmann, Evelyne Ackermann, Clemens Ackermann.

Zur Verfügung gestellt

Politische Arbeit ist intensiv und sehr stark vom Tagesgeschäft geprägt. Um aus diesem Muster herauszufinden, hat die SP Olten vor einem Jahr eine Initiativgruppe eingesetzt, die nach verschiedenen Möglichkeiten suchte, wie dies gelingen kann. Neben der Absicht, die eigenen Mandatsträger besser zu schulen und die externe Kommunikation zu verbessern, stand die regelmässige Festlegung eines Schwerpunktthemas im Vordergrund.

Die Geschäftsleitung hat diese Stossrichtung unterstützt, so dass nun die Generalversammlung den passenden Antrag behandeln konnte. Nach intensiven Diskussionen und der Wahl aus einer breiten Themenpalette schlug die Initiativgruppe der Versammlung das Thema «Innenstadtentwicklung» vor. Dazu gehören zweifellos Verkehrs- und Gestaltungsfragen, aber auch der Spagat zwischen Kommerz und Kultur soll betrachtet werden. Die Versammlung folgte dem Antrag und erteilte der Gruppe die Kompetenz, das Thema weiter zu behandeln. Erster Höhepunkt wird eine Veranstaltung im Herbst sein, bei der eine breite öffentliche Diskussion geführt werden soll. Innert Jahresfrist soll ein Resultat vorliegen, das politisch umgesetzt werden kann.

Hunderte Jahre in der SP

Die Ehrung langjähriger Parteimitglieder war aussergewöhnlich, konnten doch nicht nur zwei ehemalige Regierungsräte geehrt werden, sondern weitere engagierte Mitglieder, die der Partei über Jahrzehnte hinweg die Treue halten. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Evelyne und Clemens Ackermann geehrt; beide hatten politische Funktionen inne, sie war Mitglied der Schulkommission, er in verschiedenen Parteiämtern und Kantonsrat. Ebenfalls 25 Jahre in der SP ist Franziska Holzer, die in der Baukommission und im Parlament aktiv war.

Seit 40 Jahren Mitglied der SP ist Peter Gomm; die Würdigung übernahm seine langjährige Weggefährtin Susanne Schaffner. Peter Gomm sei als «junger Wilder» in Trimbach in die Partei eingetreten, erklärte sie. Wie heute wieder gab es damals eine intensive junge Bewegung innerhalb der Partei, die sowohl der SP als auch der Region neuen Schwung brachte. Die weitere Karriere von Peter Gomm ist bekannt; sie endete vorerst einmal mit seinem Rücktritt aus dem Regierungsrat im letzten Juli. Susanne Schaffner hob hervor, dass er neben allen seinen Funktionen immer parteiintern ein wichtiger Denker und Mahner gewesen sei, der die strategische Ausrichtung der SP als zentrale Aufgabe herausstrich. Ebenfalls 40 Jahre in der SP ist Aristide Roberti, der lange Jahre die RPK leitete. 50 Jahre SP-Mitglied ist Ruedi Wiedmer, der in Däniken alle denkbaren Funktionen von Parteipräsident bis Gemeinderat ausübte. Nach seinem Umzug nach Olten zog er sich aus der aktiven Politik zurück, blieb aber der Partei treu.

Schliesslich folgte die Ehrung des 97-jährigen Ruedi Bachmann. Sein Eintrittsjahr in die SP ist nicht mehr dokumentiert; es liegt auf jeden Fall klar über 70 Jahre zurück. Belegt sind jedoch 60 Mitgliedsjahre in der Stadtpartei. Auch er hat wohl sämtliche denkbaren politischen Funktionen ausgeübt, anfänglich aufgrund seines Berufs als Lehrer in immer anderen Gemeinden, angefangen in Oensingen, dann ab den Sechzigerjahren in Olten, wo er als Rektor der städtischen Schulen gewählt wurde und schliesslich in den Regierungsrat einzog. Ruedi Bachmann liess es sich nicht nehmen, einige Erinnerungen an seine lange Karriere zu erwähnen, so etwa, dass er in der Volkswahl zum Rektor keinen geringeren als Hans Hohler hinter sich liess.

Wahlen belasten Rechnung

Die statutarischen Geschäfte konnte Präsidentin Caroline Wernli schlank erledigen. Die Rechnung schloss nach dem Wahljahr mit einem Verlust von 3000 Franken ab, wobei zudem zweckgebundene Rückstellungen aufgelöst wurden. Der Mitgliederbestand stieg um zwei auf 189 Personen an. Unbestritten war die Wiederwahl der Geschäftsleitung mit Caroline Wernli an der Spitze, den frei gewählten Mitgliedern Caroline Bläsi, Gökhan Karabas, Hansjörg Haas, Kathrin Joho, Simon Gomm, Ruedi Moor und Peter Moor sowie den Mitgliedern von Amtes wegen Marion Rauber und Thomas Marbet (Stadtrat) sowie Christine von Arx (Fraktion). Neu in die Geschäftsleitung gewählt wurde Co-Fraktionschef Florian Eberhart von der Jungen SP. (pmo)