An ihrer Gemeindeversammlung am Mittwoch genehmigten die 61 anwesenden Stimmberechtigten den Voranschlag für das kommende Jahr ohne Diskussion und einstimmig. Gemeindeverwalter Marco von Arx, der die Details des Budgets erläuterte, stellte fest, dass in der Erfolgsrechnung der Gesamtaufwand erstmals die Grenze von 7 Mio. Franken überschreiten wird. Bei einem geplanten Gesamtertrag von 6,895 Mio. Franken und dem Aufwand von 7,020 Mio. Franken rechnet man mit einem Defizit von knapp Fr. 125'000 Franken.

Dieser Fehlbetrag bewegt sich in einem vertretbaren Bereich. Die Steuerfüsse für natürliche und juristische Personen bleiben deshalb unverändert bei 108 Prozent.

Wichtigster Posten bei den Einnahmen: die Steuern. Dabei beträgt der Anteil der natürlichen Personen 4,12 Mio. Fr. oder 86 Prozent, jener der Firmen 580'000 Franken oder 12 Prozent und die Sondersteuern wie Grundstück- oder Kapitalgewinnsteuern tragen 103'000 Franken oder 2 Prozent bei.

Beim Nettoaufwand teilen sich die Bildung mit rund 50 Prozent, das Soziale mit 30 Prozent sowie die Gemeindeverwaltung samt Werkhof mit 12 Prozent die grössten Kuchenstücke. Wie von Arx weiter aufzeigte, belaufen sich in realen Zahlen die Bildungskosten in Gunzgen auf brutto 2,964 Mio. Franken oder 22'000 Franken je Kind. Bei den Spezialfinanzierungen wie Abwasserentsorgung und Kehrichtbeseitigung wird mit Überschüssen gerechnet.

Drei Baukredite, welche von Gemeindepräsident Hansruedi Krähenbühl vorgestellt wurden, fanden diskussionslos die Gnade der Versammlung. Somit kann die morsche Dachkonstruktion und die Bedachung des alten Gemeindeverwaltungsgebäudes für 50'000 Franken erneuert werden. Auch die weiteren Kredite von 45'000 Franken und 25'000 Franken wurden einstimmig bewilligt. Damit können der Grabenweg bis zum Bachbrüggli und der Niederhofweg mit einem neuen Asphaltbelag saniert werden.

Weiter informierte Krähenbühl, dass die Lehrstelle auf der Gemeindeverwaltung unbesetzt blieb. Deshalb erhöhen die beiden Verwaltungsangestellten entsprechend ihre Pensen für ein Jahr, was sich im Budget mit netto 25'000 Franken niederschlägt. Wie Krähenbühl weiter erklärte, hat die Einwohnergemeinde das Kabelnetz rückwirkend auf Anfang 2018 an die R. Geissmann AG für Multimedianetze, Oberdorf, verkauft. Am 7. November 2018 hat die Signalumstellung stattgefunden.

Bis spätestens Ende 2019 wird das Kabelnetz auf Fiber-to-the Home, das heisst auf Glasfaserleitungen für Festnetztelefonie, Fernsehen und Internet bis in die Wohnung ausgebaut. Die Verkaufssumme von 250'000 Franken wird aufgebraucht und an die Kunden zurückerstattet; sie wird verwendet, um für die nächsten fünf Jahre die Anschlussgebühren zu reduzieren. Was mit dem darüber hinaus noch vorhandenen Vermögen aus der Spezialfinanzierung «Kabelnetz» von 0,5 Mio. Fr. geschehen soll, ist noch offen. (uam)