An der Gemeindeversammlung in Hägendorf vom 13. März letzten Jahres wurde der Kredit für einen Kindergarten-Neubau an der Dünnernstrasse Süd abgelehnt. Gut 970 000 Franken waren dafür veranschlagt worden. Das Resultat war deutlich; 27 zu 12 Stimmen bei einer Enthaltung. Grund der Ablehnung: Viele Votanten sahen im Zeichen der Integration und der Durchmischung der Kinder unterschiedlicher Muttersprache an einen zentralen Standort die besseren pädagogischen Möglichkeiten. Ein peripher gelegener Kindergarten könne diesem Anspruch nicht genügen, so die Ansicht, die sich durchsetzte.
Zur Klärung der Standortfrage wurde in der Folge eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Für die Übergangszeit ist aufgrund des aufkommenden Bedürfnisses mittlerweile eine weitere, provisorische Kindergartenklasse gebildet worden. Diese wurde bis auf weiteres im Dachgeschoss des Schulhauses Oberdorf einquartiert.

Unter Zugzwang

Nun wurde auch die in die Jahre gekommene Immobilie, in welcher der Kindergarten Bach und die Tagesstätte Kinderdach platziert sind, zum Verkauf ausgeschrieben. Der Besitzer möchte sie veräussern. Dadurch erhielt das Thema Kindergartenstandort eine erhöhte Priorität und der Gemeinderat hatte einen Grundsatzentscheid zu fällen. Die verschiedenen Argumente pro und kontra zu einem zentralen Kindergartenstandort auf dem ehemaligen Bohnenblust-Areal (Schulhaus Späri) wurden abgewogen und eingehend diskutiert. Für den zentralen Standort sprachen die verbesserte soziale, kulturelle und sprachliche Durchmischung, das klassenübergreifende Spielen/Lernen oder etwa der gemeinsame Schulweg mit Geschwistern. Dagegen sprachen Überlegungen zum Thema Schulweg/Sicherheit, die Vertrautheit der Quartierumgebung, notwendig werdenden Kindertransporte, Wegzeit, Reizüberforderung von noch sehr kleinen Kindern. Der Rat kam in seiner Mehrheit zum Schluss, dass Quartierkindergärten einer anderen Lösung vorzuziehen sind.

In Kürze

Die Dienst- und Gehaltsordnung wurde den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Der Gemeinderat wird diese voraussichtlich am 18. Juni 2019 der Gemeindeversammlung zum Beschluss vorlegen.
Der Gemeinderat hat ein Gesuch der Rexpo um eine weitere Reduktion des Mietpreises abgelehnt. Die regionale Gewerbeschau hat die Raiffeisenarena für die Ausstellung vom 5. bis 7. Juni 2020 gemietet. Die Gemeinde hat der Rexpo im Januar eine Offerte unterbreitet und dabei bereits einen Rabatt gewährt.
Die Kulturkommission hat die Benutzungsrichtlinien der Raiffeisenarena überarbeitet und von den Vereinen Stellungnahmen eingeholt. Es ist nur eine Stellungnahme eingegangen, welche von mehreren Vereinen gemeinsam verfasst wurde. Hauptsächliche Diskussionspunkte waren der Umgang mit starker Verschmutzung und die Gebühren. Der Gemeinderat hat entschieden, im Moment noch nicht auf das Geschäft einzutreten.
Die Einwohnergemeinde Hägendorf hat sich bereits mit 10 000 Franken (via Crowdfunding) an den Kosten für die Wiederinstandsetzung der Teufelsschlucht beteiligt. Nach Abrechnung beziffert der Verkehrs- und Verschönerungsverein die Gesamtkosten mit 132 205 Franken.
Die Gemeinde wurde jetzt um eine weitere Unterstützung gebeten. Der Gemeinderat ist nicht auf das Geschäft eingetreten und wünscht Abrechnungsdetails zu kennen, ehe er einen Entscheid fällt. (mgt/otr)