Olten

Gemeindepolitiker verlangt: Wiese frei neben Badi für die Bevölkerung

Die Wiese neben der Badi ist eingezäunt und derzeit nur vom Badiareal her zugänglich.

Die Wiese neben der Badi ist eingezäunt und derzeit nur vom Badiareal her zugänglich.

Die Wiese neben der Oltner Badi soll für alle zugänglich werden, fordert SP-Gemeindeparlamentarier Luc Nünlist in einer dringlichen Motion.

Bei der Schützenmatte soll die einzäunte Wiese neben der Badi für die Öffentlichkeit zugänglich werden. Dies fordert SP-Gemeindeparlamentarier Luc Nünlist in einer dringlichen Motion. Er begründet dies mit der Coronakrise und den dazugehörigen Massnahmen des Bundes. Er geht nämlich davon aus, dass viele Leute den Sommer in der Stadt verbringen werden und so der öffentliche Raum vermehrt genutzt wird. «Das Vermeiden von Ansammlungen und die Einhaltung von Distanzgeboten ist einfacher, je mehr Raum der Öffentlichkeit zur Verfügung steht», schreibt Nünlist in seinem Vorstoss. Zudem sei auch die Nutzung der Badi «noch nicht absehbar»; man müsse davon ausgehen, dass nur eine begrenzte Besucherzahl auf einmal reingelassen werde.

«Es bräuchte nur den Willen des Stadtrats», ist Nünlist auf Anfrage überzeugt. Das einzige Bedenken der Oltner Regierung sei, dass auf der Wiese dann auch aufgeräumt werden müsste, hat Nünlist nach einer ersten Anfrage erfahren. Das sei sicher so, gibt Nünlist zu. In seiner Motion schreibt er ausdrücklich, dass die Stadt sich um den Unterhalt der Wiese kümmern und sicherstellen müsste, «dass Sauberkeit und Ordnung erhalten bleiben». Allerdings halte sich der Zusatzaufwand für den Werkhof in Grenzen – «besonders wenn die Leute elementare Sauberkeitsregeln beachten und genügend Entsorgungsstellen zur Verfügung stehen».

Um die Wiese für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, müssten gemäss Nünlist ein paar Schrauben beim einen Tor gelöst werden. Die Öffnung könnte also leicht rückgängig gemacht werden. Auch die Abtrennung zum Badi-Bereich, von wo aus die Wiese derzeit zugänglich ist, wäre möglich. Zudem könnte die Stadtverwaltung Enzo-Möbel, Bänke oder Schirme aufstellen.

Nünlist verlangt mit seinem Vorstoss indes nicht das Entfernen des Zaunes, obwohl er der Meinung ist, dass ein Zaun dort eigentlich keinen Sinn ergibt. Genau diese Forderung gestellt hatte allerdings vor sechs Jahren Nünlists Vater, der Schriftsteller Alex Capus. In seiner wöchentlichen Kolumne damals in dieser Zeitung schrieb er mehrmals darüber. Sogar eine Spendensammlung zur Entfernung des Zauns gab es – vergebens.

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