Fulenbach
Gemeinde stimmt für neuen kantonalen Feuerwehrverband

Der Kanton will die regionalen Feuerwehrverbände auflösen. Das sorgt für Missstimmung unter den Betroffenen. Trotzdem hat die Gemeinde Fulenbach an ihrer Ratssitzung nun einen Entscheid gefällt.

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Der Gemeinderat Fulenbach beschliesst, der neuen Feuerwehrorganisation 2030 im Kanton Solothurn zuzustimmen.

Der Gemeinderat Fulenbach beschliesst, der neuen Feuerwehrorganisation 2030 im Kanton Solothurn zuzustimmen.

Bruno Kissling

Die Gemeindepräsidentenkonferenz Gäu hat sich an ihrer letzten Sitzung nochmals eingehend mit dem Geschäft «Neue Feuerwehrorganisation 2030 im Kanton Solothurn» befasst. Die Situation bezüglich der Neustrukturierung des kantonalen Feuerwehrverbandes respektive der neuen Führungsorganisation im Feuerwehrwesen ist im Gäu nach wie vor ein sehr emotionales Thema.

Die Gemeindepräsidien mussten nun ein aktuelles Stimmungsbild zur Neuorganisation und des Bezirksfeuerwehrverbandes Gäu abgeben. Wichtig ist, dass die Gemeinden und der Kanton in Zukunft ein ausgewiesenes Fachgremium besitzen, welches die Interessen der Solothurner Feuerwehren auf einer Fachebene behandelt und in den politischen Prozess einbringen kann. Blum hat aus der Sicht der Gemeinde Fulenbach signalisiert, dass die Zielsetzungen der neuen Organisation 2030 unterstützt werden sollten.

Der zu diesem Traktandum eingeladene Feuerwehrkommandant Matthias Aebi nahm Stellung aus Sicht der Fulenbacher Feuerwehr, welche bei diesem Thema nicht eine einhellige Meinung vertritt. Vielmehr sei es so, dass der Bezirksverband einerseits Kurse (Fahrkurse) anbietet, welche vom kantonalen Feuerwehrverband nicht angeboten werden, wodurch die lokalen Feuerwehren profitieren können. Der Gemeinderat beschliesst schliesslich, der neuen Feuerwehrorganisation 2030 im Kanton Solothurn zuzustimmen. Demnach soll die Auflösung der regionalen Feuerwehrverbände erfolgen und an deren Stelle ein kantonaler Feuerwehrverband treten.

Entwässerungskonzept Neumatt

Mit der beabsichtigten Überbauung auf dem Grundstück Nummer 1259 durch einen privaten Investor in der Neumatt sowie der möglichen Realisierung einer neuen gemeindeeigenen Mehrzweckhalle auf dem Grundstück Nummer 264 in der näheren Zukunft steigen in diesem Bereich die Beanspruchungen an das Entwässerungskonzept stark an. Gemäss Antrag des Ressort Versorgung soll das Ingenieurbüros Rothpletz, Lienhard + Cie AG aus Aarau die Auswirkungen der beiden möglichen Überbauungen auf das Entwässerungskonzept der Gemeinde Fulenbach aufzeigen.

Dem Gemeinderat ist die heikle Situation der Entwässerung auf dem Gemeindegebiet bewusst und begrüsst eine frühzeitige Abklärung allfälliger Anpassungen und Ausbauten der Entwässerung. Er genehmigt daher einen entsprechenden Nachtragskredit von 9000 Franken zulasten des Kredits 2018 für die Generelle Entwässerungsplanung.

Neues Bewirtschaftungssystem

Die Gemeinde Fulenbach verfügt über verschiedenste Raumeinheiten, die den Vereinen, der Öffentlichkeit oder auch dem Militär zur Verfügung stehen respektive gemietet werden können. In der Vergangenheit entstanden aufgrund der unklaren Zuständigkeiten oder auch anderen Prioritätensetzungen Abspracheschwierigkeiten. Deshalb hat Gemeindepräsident Blum zusammen mit Verwaltungsleiter Jörg Nützi im Zuge eines Gesprächs mit der Firma Homepagebetreiberin i-Web das Bedürfnis nach einer elektronischen webgesteuerten Lösung angesprochen. Die Kosten einer solchen Lösung belaufen sich auf 10'000 Franken sowie jährlich wiederkehrenden Kosten von 1800 Franken.

Die Notwendigkeit eines neuen Reservations- und Bewirtschaftungssystem wird von niemandem infrage gestellt. Hingegen gaben die Anschaffungskosten zu reden. Aufgrund der Referenzen und Erfahrungen anderer Gemeinden und der Tatsache, dass mit einem gut funktionierenden und benutzerfreundlichen System unnötig eingesetzte Zeitressourcen gespart werden können, führten zum Entscheid, dieser Lösung zuzustimmen. (mgt)