Wangen
Gemeinde braucht neues räumliches Leitbild

Die Gemeinde Wangen macht sich an die nächste Ortsplanungsrevision. Auch die Bevölkerung kann sich dazu äussern.

Merken
Drucken
Teilen
Die letzte grosse Ortsplanung wurde 2001 in Kraft gesetzt.

Die letzte grosse Ortsplanung wurde 2001 in Kraft gesetzt.

Bruno Kissling

Die letzte grosse Ortsplanung wurde 2001 in Kraft gesetzt. Mit der Entlastungsstrasse Region Olten erfolgte im Jahr 2012 eine kleine Teilrevision. In der Zwischenzeit wurden das neue Raumplanungsgesetz sowie die daran angepasste kantonale Bauverordnung angepasst und in Kraft gesetzt. Dies gilt es im Rahmen einer neuen Ortsplanungsrevision in der kommunalen Nutzungsplanung zu berücksichtigen und in diese zu integrieren. Paragraf 10 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes besagt, dass die Ortsplanung in der Regel alle zehn Jahre zu überprüfen und wenn nötig zu ändern ist. Grundlage für eine neue Ortsplanungsrevision bildet das räumliche Leitbild.

Die Bau- und Planungskommission hat via Bauverwaltung vier Offertanfragen gestartet, drei Offerten sind eingetroffen. Die groben nächsten Schritte innerhalb des räumlichen Leitbilds sind Grundlagenermittlung, die Bestimmung der Vorgehensweise sowie je ein Workshop mit den Gemeindevertretern und der Bevölkerung. Die Bildung einer begleitenden Arbeitsgruppe ist erst zu einem späteren Zeitpunkt nach der Grundlagenermittlung sowie nach der Definition der Vorgehensweise notwendig. Zunächst geht es um den Start für die Entwicklung des räumlichen Leitbildes sowie um die damit verbundene und notwendige Arbeitsvergabe. Das Ergebnis des Endberichts der Arbeitsgruppe Gemeindeentwicklung, welche dem Gemeinderat im September 2017 vorgestellt werden soll, soll im räumlichen Leitbild Berücksichtigung finden. Der Gemeinderat stimmte in der Folge einhellig der Einleitung und Erstellung des räumlichen Leitbilds zu und beauftragte das Büro BSB+Partner AG in Oensingen damit.

Mit dem Regierungsratsbeschluss vom 15. November 2016 wurde die «Anpassung Erschliessungsplan Dünnernbrücke Strassen-, Baulinien-, Signalisations- und Strassenklassierungsplan» rechtsgültig. Für 2017 war im Budget lediglich der Kredit für die Planung und Umsetzung der baulichen Massnahmen des Erschliessungsplans vorgesehen, da noch nicht abschätzbar war, wie viel die Umsetzung baulich tatsächlich kosten wird. Für die Planung beauftragte die Bau- und Planungskommission das Büro Frey+Gnehm AG aus Olten.

Da seit Dezember 2016 nun auch die Teilumzonung des Pfefferli-Areals, neu Teilumzonung Danzmatt genannt, im Gange ist, ist eine definitive bauliche Umsetzung wie ein Neubau der Strassenränder oder ein neuer Strassenbelag nicht sinnvoll. Zudem soll mit den angestrebten Fahrplanänderungen auf Dezember 2018 aufgrund der Intervention durch den Gemeinderat die Buslinie 511 an der Danzmatt vorbeigeleitet werden und dort eine neue Haltestelle entstehen.

Aus diesem Grund hat die Bauverwaltung dem Rat vorgeschlagen, dass zunächst nur die notwendigen baulichen Massnahmen mit einem Minimalaufwand umgesetzt werden. Da es aufgrund der Teilumzonung und der neuen Bushaltestelle noch Anpassungen geben wird, ist dieser zurückhaltende Schritt bei der Umsetzung in finanzieller Hinsicht angezeigt. Der Rat stimmte deshalb einstimmig dem Vorgehen und dem dafür beantragten Nachtragskredit von 7500 Franken zu.

Am Schluss der Sitzung verabschiedete Gemeindepräsident Beat Frey die zurücktretenden Mitglieder des Rates. Es waren dies Matthias Bähler (FDP, seit 2009 im Rat), Marianne Benguerel (FDP, seit 2014 im Rat), Marlene Grieder (SP, seit 2010 im Rat) und Thomas Jakob (SVP, seit 2009 im Rat).

Mit launigen Worten liess Frey den Werdegang und die Verdienste der abtretenden Räte Revue passieren. Mit einem Präsent und grossem Applaus wurden die Gemeinderäte verabschiedet. Gemeindevizepräsident Patrick Schmid dankte schliesslich dem abtretenden Gemeindepräsidenten Beat Frey (FDP) nach 14-jähriges Amtszeit. Auch er erhielt ein Präsent und wurde mit grossem Applaus gewürdigt. (bww)