Olten
Gelder aus dem Lotteriefonds für den Volièreverein

Der Volièreverein erhält aus dem Lotteriefonds bis ins Jahr 2017 total 45000 Franken; gedacht ist das geld vor allem als Beitrag an die regional einzige Vogelpflegestation.

Urs Huber
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Die kurzfristige Zukunft ist für diesen Stelzenläufer gesichert.

Die kurzfristige Zukunft ist für diesen Stelzenläufer gesichert.

Bruno Kissling

«Natürlich sind wir glücklich über den Beitrag, den uns der Regierungsrat aus dem Lotteriefonds zukommen lässt.» Andreas Würgler als Präsident des Volièrevereins Olten nennt den Beitrag denn auch «überlebenswichtig». Für die kommenden beiden Jahre jedenfalls ist der Betrieb der Volière, vornehmlich auch deren Anlauf- und Pflegestation, damit finanziell gesichert. «Das eingereichte Gesuch um monetäre Unterstützung unsere Betriebes in der mittlerweile fast 100-jährigen Existenz war erstmalig», so Würgler. Nötig geworden war dieses, nachdem die Stadt Olten ihre Zahlungen auf Anfang 2015 massiv reduzieren will. Der Sinn der Institution ist aber unbestritten. Der Regierungsrat hat denn auch in seiner Begründung festgehalten: «Der Verein betreut und führt die Station vorbildlich und mit grossem Engagement.» Zudem sei die Anlauf- und Pflegestelle des Volièrevereins die einzige in der Region und aus diesem Grund sehr beliebt, so der Regierungrat weiter. Würgler meint dazu. «Die allermeisten Tiere, die uns zur Pflege überlassen werden, stammen nicht aus städtischem Gebiet, sondern aus der Region. Insofern sind wir wirklich froh über den vom Regierungsrat gesprochenen Beitrag aus dem Lotteriefonds.» Die drei Tranchen à 15 000 Franken sind für die Jahre 15/16/17 vorgesehen. Der Beitrag hat einmaligen Charakter. Die Beitragszusicherung erlischt spätestens nach fünf Jahren automatisch.

Ausfälle kompensiert

Für die kommenden beiden Jahre also hat der Verein die reduziert fliessenden Unterstützungsbeiträge der Stadt kompensieren können, wie Würgler bestätigt. Der jährliche Gesamtaufwand von 77 000 Franken ist abgedeckt. Einmalige und für den Verein wertvolle finanzielle Engagements kommen immer wieder zustande. Es kommt vor, dass Gewerbebetriebe auf die Vergabe von Weihnachtsgeschenken verzichten, statt dessen den dafür vorgesehenen Betrag dem Volièreverein zukommen lassen. Schwieriger dagegen wirds bei längerfristigen Engagements, wie der Präsident bestätigt, der gleichzeitig die hohe Akzeptanz der Volière beidseits der Aare hervorhebt.

Deshalb hat der Verein Möglichkeiten geschaffen, um Einnahmen generieren zu können; etwa mit Patenschaften für die verschiedenen Gäste der Volière: Für 20 Franken lässt es sich für Zwergwachtel, Buntspecht, Hügelhuhn, Agapornis (Papagei) oder etwa einen Bourkesittich zu Gevatter stehen, die Patenschaft einer Bahama- beziehungsweise einer Mandarinente oder etwa die eines Goldfasans schlägt mit 40 Franken zu Buche, wogegen der Graupapagei mit 80 Franken die Liste anführt. Die Patenschaft für Wellensittich, Mövchen, Kanarienvogel sowie Band- und Diamantfink kostet 10 Franken. Wieso also nicht auch teilhaben am Gezwitscher im Vögeligarten.