Niedergösgen
Für die einen ist das FeelGood-Festival «wie Ferien»

Die Veranstalter des FeelGood-Festivals ziehen auch dieses Jahr eine sehr positive Bilanz. Zahlreiche Zuschauer fanden den Weg ins Niedergösger Mösli.

Julia Egenter
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Für William White kommen die Besucher von ihrem Zelthügel herunter, aus dem schützenden Schatten heraus und füllen langsam die Grasfläche vor der Bühne.

Für William White kommen die Besucher von ihrem Zelthügel herunter, aus dem schützenden Schatten heraus und füllen langsam die Grasfläche vor der Bühne.

Bruno Kissling

Abbauen, eine Viertelstunde Zeit zum Essen, rein ins Auto und weiter an den nächsten Auftritt. William White hat ein straffes Programm am Samstagabend des FeelGood-Festivals. Was ihn denn dazu bewogen hat, doch noch in Niedergösgen aufzutreten? «Es hat einen guten Ruf, das FeelGood-Festival», meint der Sänger und sein gelassenes Auftreten wirkt keineswegs nach einem anstrengenden Abend. Er habe viel Gutes vom FeelGood gehört und dabei sei er doch nicht einer, der den totalen Überblick über alle Festivals habe.

Auf der Bühne jedoch, da hat er den Durchblick ohne Zweifel: Über seinen kräftigen und lebendigen Auftritt und das doch immer noch beschauliche Publikum. Immerhin sind die ersten Reihen nun gut besetzt, und den Künstlern auf der Bühne kommt immer mehr Aufmerksamkeit zuteil. Für William White kommen die Besucher von ihrem Zelthügel herunter, aus dem schützenden Schatten heraus und füllen langsam die Grasfläche vor der Bühne.

Schattige Plätzchen sind gefragt

Wenige Stunden zuvor: Das Gelände wirkt beinahe ein wenig verlassen, die pralle Sonne treibt die Festivalbesucher an schattige Plätzchen. Die musikalischen Auftritte wirken eher berieselnd im Hintergrund. Auch auf dem Zeltplatz oberhalb des Festivalgeländes ist die Stimmung ruhig, hin und wieder erklingt Gelächter. Doch ausgestorben ist der Campingplatz keineswegs, der Schatten der Vorzelte und der mitgebrachten Campingstühle ist noch zu verlockend.
«Wir sind bereits zum fünften Mal hier», erzählt Karin aus Gretzenbach.

Zu viert sitzen sie und ihre Freunde unter einem grossen Sonnenschutz-Zelt und geniessen die Aussicht auf die Bühne, auf der gerade Nuel sein Bestes gibt. Drei grosse Zelte haben die vier für sich allein aufgebaut, das Sonnenschutzdach ausgenommen. Was zu Beginn eher ein Ausweg für von weiter her Angereiste war, ist nun auch für viele Anwohner Teil des Festivals geworden: «Es werden jedes Jahr mehr Zelte», so Roger Brunner, Medienverantwortlicher des Festivals. Und Karin bekräftigt: «Für uns ist das beinahe ein wenig wie Ferien hier.»

«Backstage ist super»

Erholung, das ist es auf dem Niedergösger Mösli wohl nicht gerade für William White. Zu wenig Zeit hat er, um es sich wirklich gemütlich zu machen. Zufrieden scheint er aber allemal: «Das Backstage ist super», schwärmt er. Sowohl Künstler als auch Mitarbeiter scheinen sich da einig. Auch Nadia Bischof wirkt begeistert. Sie ist seit Beginn des FeelGood-Festivals Backstage-Mitarbeiterin: «Man kennt sich mittlerweile hier, es ist langsam wie eine Familie.»

Dieser Zusammenhang ist bei allen Mitarbeitenden des FeelGood-Festivals zu spüren. Am Sonntag sind die Zelte dank der Hilfe vieler Freiwilliger bereits wieder abgebaut. Der Regen tut dabei der Stimmung keinen Abbruch, genau so wenig wie am Abend zuvor. Die gratis verteilten Regenponchos haben das ihre dazu beigetragen. Allen Grund zufrieden zu sein hat so am Sonntag das OK und mit ihm auch Roger Brunner: «Die Leute schwärmen, das Festival hat sich wieder einmal bewährt.»

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