Man nimmt noch einmal einen Anlauf, nachdem der städtische Beitrag zur Sanierung der christkatholischen Kirche in Höhe von 500'000 Franken vom Parlament zurückgewiesen wurde, die Christkatholiken mit den an den Geldbetrag gebundenen Auflagen nicht einverstanden waren.

Nun sind die Gespräche wieder aufgenommen worden. Kurt Stutz, neuer Präsident des Kirchgemeinderates, Peter Schibli, Präsident der Planungs- und Baukommission Sanierung Stadtkirche Olten, sowie Gery Meier als Verantwortlicher für das Fundraising haben sich mit Stadtpräsident Martin Wey und Stadtschreiber Markus Dietler getroffen.

«Die Rückweisung eines Antrags im Parlament bedeutet grundsätzlich, dass eine überarbeitete Vorlage unterbreitet werden soll», sagt Stadtschreiber Markus Dietler. Wie diese im konkreten Fall aussehen wird, ist derzeit aber noch nicht klar, Details unbekannt. «Wichtig scheint, dass sich diesmal beide Verhandlungspartner im Verhandlungsergebnis einig sind», so Dietler. Über den seinerzeitigen Streitpunkt, die Nutzung des Sockels, werde neu verhandelt werden müssen.

Es scheint, als würde das offizielle Olten auf einer weniger ausschliesslich durch die Stadt bestimmten Nutzung beharren. Inwieweit der vom Stadtrat noch zu bestimmende Sanierungsbeitrag zwingend dem Parlament vorgelegt werden muss, ist durch dessen Höhe bestimmt. Vors Parlament müssen Beträge über 400'000 Franken.

Christkatholiken hoffen weiterhin auf halbe Million

Erklärtes Ziel der christkatholischen Kirchgemeinde bleibt, dass der Stadtrat beziehungsweise das Parlament einen Beitrag an die Renovation der Stadtkirche sprechen wird und die bisherigen Vorbehalte ausgeräumt werden können. Unverändert ist die Zielvorstellung der Christkatholiken geblieben, wo man sich nach wie vor 500'000 Franken erwartet, wie Präsident Kurt Stutz auf Anfrage bestätigt. «Dieses Ziel soll mit guten Argumenten und Transparenz erreicht werden, damit ein sinnvolles Werk unterstützt wird, das für die Stadt Olten von Bedeutung ist», lässt sich die Kirchgemeinde zitieren.

Umgebung und Stadtkirche selber seien und blieben ein wichtiger und wertvoller Begegnungspunkt für viele Anlässe. Weiter sollen die Fortschritte der Sanierung dem Stadtrat sowie dem Parlament aufgezeigt werden. Mittlerweile sind fast 2,3 Mio. Franken der benötigten 3 bis 3,5 Mio. Franken gesammelt. Das Bistumsopfer der christkatholischen Kirche der Schweiz etwa hatte den hohen Betrag von 93'000 Franken ergeben. Dies sei umso beachtenswerter, als dass gleichzeitig auch für andere Kirchenrenovationen Geld gesammelt werde, so Gery Meier.

Das Ziel liegt bei 3 Millionen und mehr

Mit diesem Beitrag des Bistumsopfers steht der Stand der Mittelbeschaffung bei bald 2,3 Mio. Franken, wie Gery Meier erklärt. Nach den Sommerferien folgen nun weitere Gesuche an Organisationen und Stiftungen sowie Persönlichkeiten. Bis Ende 2018 soll das ambitionierte Fundraising-Ziel von 3 bis 3,5 Mio. Franken erreicht werden können, wobei hier ein Beitrag der Stadt Olten eingerechnet ist.

Meier ist davon überzeugt, dass dieses Ziel von rund 3 Mio. Franken machbar ist. Dazu brauche es jedoch weitere grosse Anstrengungen, Ausdauer sowie viel Überzeugungsarbeit. Dazu Meier: «Der Stand der Mittelbeschaffung ist für alle Verantwortlichen erfreulich und motivierend. Es zeigt auf, dass die Sanierung der Stadtkirche für viele Institutionen und Menschen eine Herzensangelegenheit ist.»