Obernärrin Bethli I.
«Fulenbacher-Farben an meinem Kleid mussten schon sein»

Die neue Obernärrin heisst Bethli I. alias Elisabeth Siegenthaler. Lange nach Mitternacht wurde sie ihrer Anhängerschar am Hilari-Ball vorgestellt.

Urs Huber
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Bethli I. nimmt zu später Stunde die Gratulationen ihrer Narrenschar entgegen.

Bethli I. nimmt zu später Stunde die Gratulationen ihrer Narrenschar entgegen.

Urs Huber

Traditionell am Hilari-Ball wird das Oberhaupt der Fulenbacher Fasnacht publik. Und auch für die Ballausgabe 2017 gilt: Ob Obernarr oder Obernärrin: Er oder sie kann wie üblich auf eine satte Anhängerschaft zählen.

Proppenvoll der Gemeindesaal, die Stimmung dort so ausgelassen wie die Luft im Saal dick. Für 20 Franken ist man jeweils dabei, bei beschränktem Angebot wohlverstanden.

Denn Plätze sind seit Jahrzehnten jeweils heiss begehrt. Zu verlockend das von den elf Zagge Zünftern präsentierte Programm mit allerlei Lokalkolorit. Rund 250 Billette werden jeweils in einem besonderen Verkauf abgegeben. Mehr als zehn Stück pro Person sind aber nicht zu haben.

Lange nach Mitternacht wars soweit: Vorgängerin Esther I. alias Esther Niederberger war sich sicher, dass die neue Obernärrin keine Ratschläge braucht. «Ich glaube, sie weiss selbst am besten, wie Fasnacht geht.» Und ob. Als waschechte Fulenbacherin bekannte Bethli I. ungeschminkt: «Obernärrin sein, klar, das mach ich.»

Die 70-Jährige ist ein Glücksfall für die Zagge-Zunft, ist beliebt, sehr gut vernetzt und dem Dorf verbunden. «Fulenbacher-Farben an meinem Kleid mussten schon sein», meinte sie.

Zunftrat David Bitterli, zuständig für die Suche nach dem Fasnachtsoberhaupt, meinte: « Es ist zwar nicht einfach, aber es findet sich immer jemand für das höchste Narrenamt.» Zuversicht also. Kein Wunder, heisst doch das Motto heuer: «Lueg vöre.»