Gestaltungsplan

Fulenbach erhält neue «Pforte»: Auf diesem Stück Land sind insgesamt acht Wohneinheiten geplant

Ecke Murgenthalerstrasse/Dorfstrasse: Eine der letzten in dieser Grösse bebaubaren Flächen in der Gemeinde Fulenbach.

Ecke Murgenthalerstrasse/Dorfstrasse: Eine der letzten in dieser Grösse bebaubaren Flächen in der Gemeinde Fulenbach.

Eine der letzten Parzellen im Dorfzentrum von Fulenbach soll überbaut werden – ein Gestaltungsplan liegt zur Mitwirkung auf.

Da, wo Murgenthalerstrasse und Wolfwilerstrasse auf die Dorfstrasse Fulenbach treffen, soll Neues entstehen. Angedacht sind mehrere Gebäude mit insgesamt acht Wohneinheiten. Über die Gemeindewebsite können sich Interessierte in das Dossier «Dorfstrasse» einlesen: Gestaltungsplan, Sonderbauvorschriften und Raumplanungsbericht stehen dort zum Download bereit. Die Unterlagen können auch auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

Die Parzellen mit den Nummern 278 und 782 befinden sich in privater Hand. Thomas Blum, Gemeindepräsident Fulenbachs, sagt auf Anfrage: «In dieser Grössenordnung ist es eine der letzten bebaubaren Flächen im Dorfzentrum.» Für das besagte Grundstück sei dies die erste offizielle Gestaltungsidee.

Während der letzten Monate habe die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Eigentümerschaft den vorliegenden Gestaltungsplan erarbeitet. Ein Hauptgebäude soll zusammen mit zwei kleineren Häusern Platz für acht Familien bieten. Geplant ist, die Häuser als Wohneigentum zu verkaufen.

Lage hat für das Dorf Eingangscharakter

Als wichtige Eigenschaft, die bei der Planung berücksichtigt wurde, hebt Blum den Charakter der Liegenschaft hervor: «Der Ort hat für Fulenbach die Funktion einer Eingangspforte.» Diesem Umstand wolle man Rechnung tragen. Darum habe man der Anordnung und Ausgestaltung der Gebäude sowie der Bepflanzung ein besonderes Augenmerk zugemessen.

Zum zeitlichen Fahrplan verweist Blum auf das ordentliche Verfahren: Nach der Mitwirkung werde die öffentliche Auflage der Pläne stattfinden. Wenn die Frist abgelaufen sei, warte man auf die kantonale Genehmigung des Gestaltungsplans, «anschliessend beginnt das Bewilligungsverfahren».

Tauchen keine unerwarteten Verzögerungen auf, könnte im zweiten Semester 2021 mit dem Bau begonnen werden. Noch könne er nicht abschätzen, ob dem Projekt Vorbehalte aus der Bevölkerung entgegenstehen, sagt Blum. «Bisher waren die Einwohnerinnen und Einwohner nicht in die Vorbereitung involviert.» Die Bevölkerung konnte sich in den vergangenen Monaten an den aufgestellten Infotafeln vor Ort orientieren. «Es ist abzuwarten, ob nun jemand Eingaben zur Mitwirkung macht.»

Gebäude mit Unterkellerung

Weil es sich für das Dorf um eine markante Parzelle handle, wurde dem räumlichen Leitbild bei der Planung viel Platz eingeräumt. Als besondere Aspekte erachtet Blum einerseits die Erschliessung des Grundstücks, zum anderen habe die Gemeinde darauf bestanden, die Gebäude mit einer Unterkellerung zu planen.

So stelle man sicher, dass die neu bebaute Fläche maximal genutzt werde. Auch sonst entspreche das Resultat dem heutigen Credo der inneren Verdichtung gemäss Raumplanungsgesetz. Blum dazu: «Früher hätte man an einer solchen Stelle vielleicht vier Einfamilienhäuser gebaut. Mit dem vorliegenden Projekt konnte nun eine gemäss Raumplanungsgesetz geforderte, intensive Nutzung mit innerer Verdichtung erzielt werden.»

Die öffentliche Mitwirkung läuft noch bis zum 11. Dezember 2020. Stellungnahmen und Anregungen sind auf dem schriftlichen Weg an den Gemeinderat Fulenbachs zu richten.

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