Rund 80 Delegierte im Parlamentssaal des Stadthauses hörten dem amtierenden Präsidenten Beat Loosli aufmerksam zu, als er auf die Kritik einging, die sich während der diesjährigen Fasnacht zu den Organisationskosten des Festes auf sozialen Medien breit gemacht hatte. In Anbetracht der finanziellen Lage von Olten kritisierten manche die Kostenbeiträge der Stadt für Signalisationen und Werkhofeinsätze, die sich laut dem Protokoll des Stadtrates vom 21. Januar auf rund 85’200 Franken belaufen. Er betonte, dass die FUKO keinerlei Gewinn aus der Fasnacht erziele: Mit dem Plaquettenverkauf habe man rund 100’000 Franken eingenommen.

Davon seien 40’000 Franken bereits für den Aufwand investiert worden. Der Rest werde den Zünften und Guggen als Unterstützungsbeiträge gutgeschrieben. Je nach Aufwand der Zünfte entspreche das etwa 2000 Franken. Laut Loosli sei das lediglich ein Tropfen auf den heissen Stein. «Wenn wir alle Leistungen der Zünfte mit dem Plaquettenverkauf zahlen müssten, hätten wir ein grosses Defizit», sagt er im Anschluss der Sitzung. Die Fasnacht bringe grossen Umsatz in die Stadt und sei ein traditionsreiches Kulturgut, das es zu bewahren gelte. Eine vollständige Jahresrechnung werde jedoch nur FUKO-Zünften und -Guggen zugestellt.

Anschliessend wurde Thomas von Arx neu in den Rat gewählt. Das Beitrittsgesuch des Fasnächters, der 1998 in die Bohème Musig Olten eingetreten ist, wurde einstimmig angenommen. Auch die «Gugge Müüs» aus Trimbach freuten sich über die Aufnahme in das Fasnachtskomitee zu Olten. Zur Bekräftigung dieser FUKO Entscheidung unterbrach die Gugge die Versammlung für ein kurzes Konzert mit Apéro im Stadthaus Foyer. Die Versammlung kam danach kaum wieder zur Ruhe: In gedimmten Licht und unter musikalischer Begleitung der Sänger-Clique der Hilarizunft wurde eine überdimensionale «Prinzen Rolle» in den Parlamentssaal getragen. Mit einem Knall sprang der letztjährige Obernaar Reto «dr Auerletscht» aus der Rolle und überliess die Bühne seinem Nachfolger, Philipp Müller. Nächstes Jahr feiert die Hilarizunft ihren 100. Geburtstag und stellt mit Müller ihren neunten Obernaaren.