Noch einmal – und dann immer wieder: Das könnte das unausgesprochene Motto aller Fuko-Abende sein und dieses galt – natürlich – auch für die Ausgabe 2014. Mit der Bemerkung «wolle mer’n reinlose?» hatte Fuko-Präsident Beat Loosli die Ehrung für das amtierende Fasnachtsoberhaupt Rolf der 3. eingeläutet. Eine rhetorische Frage, klar.

Denn auch der Fuko-Rat hatte sich von der aus der rheinischen Fasnachtmotto anlehnenden Maxime «Olten bleibt Olten, wie es singt und lacht» anstecken lassen und wohl erstmals in der Geschichte auf der Bühne die Infrastruktur einer regelrechten Prunksitzung einrichten lassen. Vorne die Räte, unter die Narren und just dazwischen die Produktionen. Voilà.

Loben und danken

Wie gesagt: Die Frage Looslis war rhetorisch. Man hätte auch fragen können: «Wolle mer’n denn gehelosse?» Denn es gab viele lobende Worte aus der obersten Fasnachtsetage für Rolf den 3., den Mann der Bazille Zunft. Der wiederum gab sich bescheiden, dankte nach allen Seiten, speziell seinen Trabanten aus der Zunft, ganz speziell aber seiner Familie, ohne die das ganze Projekt «Obernaar Rolf dr 3.» gar nicht erst möglich gewesen wäre, wie er selber sagte.

Es war am Schluss, eine Dreiviertelstunde nach Mitternacht, so etwas wie die Zusammenführung der Rolf-Walser-Familie auf der Bühne. Dass keiner aus dem Walser-Quintett das Engagement des Familienoberhauptes bedauerte, brachte Sohn Lukas wohl am besten zum Ausdruck. «Nein, nein, das Obernaarenamt in der Familie zu wissen war sehr gut. Und auf jeden Fall mal etwas ganz anderes.»

Chetteli-Oskar an «Saftwurzle»

An zwei ganz verdiente Fasnächtler ging der Chetteli-Oskar; an die Höckeler Hugo Riggenbach und Wolfgang Brunner. Der eine – Hugo Riggenbach – von einer Krankheit noch nicht ganz genesen, stellte unverhohlen in Aussicht, im kommenden Jahr wieder unter seinesgleichen zu sein, während Kollege Brunner schon mal in für Fasnachtshistoriker bekannt-bewährter Zwei- und Vierzeilermanier vom Leder zog; sehr zum Gaudi des Auditoriums. Da wurde schnell klar, was Loosli bei seiner kurzen Laudatio für das Duo mit dem Terminus «zwee Saftwurzle» gemeint hatte.

Wie üblich: Fröscheweid-Zunft

Es gehört ebenfalls zur Tradition, dass am Fuko-Abend verdienstvolle Fasnächtlerinnen und Fasnächtler ausgezeichnet und die Umzugswagen der Zünfte prämiert werden. An die 20 000 Besuchende habe man am Fasnachtssonntag am Umzug zählen können, meldete der verantwortliche Fuko-Rat Beat Soland. Nächstes Jahr sollten die heuer aufgetretenen Stockungen nicht mehr vorkommen, meinte Soland.

Aber kein Narr, wer der Situation nicht auch etwas Gutes abzugewinnen vermöchte. «So konnten wenigstens viele Zaungäste den Umzug genauer unter die Lupe nehmen», so Soland, der dann die Katze aus dem Sack liess: Hauchdünn vor der Guggi-Zunft hatten die elf Juroren den Wagen der Fröscheweid-Zunft an erster Stelle gesehen. Thema: die Oltner Muppet Show. Ebenfalls zu Ehren kam der Hockey-Club Olten, der seit 20 Jahren das Zelt auf dem Platz der Begegnung führt. Club-Präsidentin Christine Gruber durfte Blumen entgegen nehmen.

Der Rest war noch einmal ein «Play it again Sam» oder ein «best off…» Letzteres allerdings nur für diejenigen Gruppen, denen die vorgegebene Zeit von acht Minuten nicht zur Wiedergabe der vollen Produktion reichte. Die Renner vom Schmutzigen Donnerstag, dem Schnitzelbankabend, waren im Übrigen auch die Renner am Fuko-Abend. Der Eindruck von damals hatte also nicht getäuscht. Gleiches gilt für die Guggen.

Weniger Gäste

Auffallend war heuer aber, dass der Fuko-Abend eher weniger gut besucht blieb als auch schon. Das wird doch etwa nicht etwa mit dem Refrain aus einer Banause-Nummer zu tun haben, die da sangen: «Ha ke Wohnig, ha ke Wohnig, ha ke Wohnig, d’Chilegasse isch miis Huus.» Oder etwa doch?