Stadttheater Olten
Frischs «Homo Faber» auf der Bühne

Max Frischs «Homo Faber» in einer Fassung von Ulrich Woelk im Stadttheater Olten.

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Das Theater des Kantons Zürich gibt «Homo Faber».

Das Theater des Kantons Zürich gibt «Homo Faber».

zvg

Am Donnerstag, 12. Januar, gibt das Theater des Kantons Zürich «Homo Faber», ein Schauspiel nach Motiven des Romans von Max Frisch in einer Fassung von Ulrich Woelk.

«Ich habe das Leben meines Kindes vernichtet und ich kann es nicht wiedergutmachen. Mein Nichtwissenkönnen nützt mir nichts. Ich konnte nicht ahnen, dass das Mädchen meine eigene Tochter ist. Ich war nicht verliebt in das Mädchen, und ich wusste nicht einmal, dass ich ihr Vater bin, dass ich überhaupt ein Kind hatte. Es war ein unglaublicher Zufall, dass wir ins Gespräch kamen, meine Tochter und ich, und es war auch ein Zufall, dass wir uns allmählich näherkamen, bei der Autoreise durch Südeuropa. Es hätte auch anders kommen können, dass wir einfach aneinander vorbeigegangen wären. Schicksal, Fügung? Ich weiss darauf keine Antwort!»

In den Worten von Faber erkennt man, dass man trotz scharfem Verstand, kühler Rechnungsart nicht alles im Griff hat, dass es Dinge gibt, die mit einem auf der emotionalen Ebene geschehen, die man nie erwartet hätte, und die gerade dadurch Perspektiven eröffnen, die von prägender, oft vernichtender Kraft sind.

Mit diesem Roman erreichte Max Frisch Weltruhm, und er zeigte auch ein Stück Menschlichkeit, die jeden berührt. Nichts ist in sich abgeschlossen, es gibt keine Regeln, keinen Intellekt, der ohne Gefühle auskommt, und so erleben wir ein Stück dramatische Geschichte, die uns berührt und beschäftigt, auch wenn der Bühnenvorhang schon lange gefallen ist. Regie führte Rüdiger, es spielen Nicolas Batthyany, Katharina von Bock, Stefan Lahr u.a. (mgt)

Stadttheater Olten

Abendkasse: 18.30 Uhr; Beginn: 19.30 Uhr; Ende: ca. 21.50 Uhr.

Tickets: www.stadttheater-olten.ch oder 062 289 7000.

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