EHC Olten
Friedliches Derby – auch dank komplett überwachtem Stadion

Dem Derby zwischen dem SC Langenthal und dem EHC Olten wurde mit Spannung entgegen gefiebert. Nicht nur aber auch wegen dem Plakat-Skandal vom 11. September. Diesmal verlief aber alles ganz ruhig, meint auch der Langenthaler Sicherheitschef Leo Locher.

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Die Anspannung spürt man schon rund eine Stunde vor Spielbeginn. Alles soll reibungslos über die Bühne gehen. Der Langenthaler Sicherheitschef Leo Locher sammelt letzte Informationen. Laut den Oltner Kollegen gebe es jedoch dieses Mal keinen Grossaufmarsch von den Gästefans, meint er zuversichtlich.

Etwas später marschieren die Oltner Ultras ins Stadion und werden Richtung Gästeeingang gelotst. Die Personenkontrollen sind rigoros. Nach dem Transparent-Skandal vom letzten Derby sind Banner dieses mal nicht erlaubt. Dank einer hochauflösenden Kamera kann der 53-jährige Sicherheitschef auch vom Videoraum aus genau überwachen, wer ins Stadion kommt. Kontrolliert werden alle, die bekannten Gesichter hat man dabei besonders im Auge.

Wie Leo Locher gegenüber Tele M1 erklärt, haben sie Szenekenner auf dem Platz. Auch der Gastclub habe mitgearbeitet. Die schauen genauso, dass niemand der Stadionverbot habe, unbemerkt ins Stadion käme. Auch gebe es ein Rayonverbot, dafür sei die Kantonspolizei zuständig.

Kurz vor Spielbeginn begleitet Locher den Schiedsrichter aufs Eis und nimmt danach das Stadion direkt von der Bande aus in Augenschein. Die Situation auf den Rängen scheint friedlich.

Vom Match bekommt der Sicherheitschef fast nichts mit. Er bleibt über Funk mit seinen Kollegen in Kontakt und nimmt per Videoüberwachung die beiden Fankurven unter die Lupe.

«Das ganze Stadion ist komplett videoüberwacht», meint er. Permanent laufen alle Kameras, auch wenn sie nur auf eine fixiert seien. Wer also irgendetwas im Stadion anstelle, sei mit Sicherheit auf Band.

Als Locher kurz nach Spielende an die Bande kommt, ist das Derby entschieden. Der EHC Olten gewinnt mit 5:2 gegen Langenthal.

Ein paar Krawallbrüder hätten da zwar gerne noch eine Verlängerung, beim Verlassen der Stadions gibts noch einige Provokationen, auch wollen ein paar Langenthaler rüber zu den Olntern. Die Polizei trennt die beiden Gruppen jedoch und knapp eine Stunde nach Spielschluss hat sich die Lage dann auch beruhigt.

Leo Locher gibt sich zufrieden. «Irgendwo treffen sie sich immer, das können wir nicht immer verhindern. Am Ende wollen wir jedoch einen sauberen Abgang. Das ist uns auch hier gelungen.»

Es gab keine Probleme und das «ultimative Verhindern» gibts sowiso nicht.

Im und um das Stadion blieb es ruhig während dem Derby. Leo Locher kann nach vier Stunden in Alarmbereitschaft zufrieden Feierabend machen. (coh)