Nachbarschaftshilfe

Freiwillige Oltner organisieren sich für Bedürftige in Pandemie-Zeiten

Freiwilligenhilfe, wie hier in Baden, läuft auch in Olten über das Anbringen von Plakate, um auch solche zu erreichen, die das Internet nicht benutzen.

Freiwilligenhilfe, wie hier in Baden, läuft auch in Olten über das Anbringen von Plakate, um auch solche zu erreichen, die das Internet nicht benutzen.

Die durch die Plattform olten-einfach.ch koordinierte Freiwilligenhilfe schaut auf jene, die besonders hart von den Massnahmen getroffen sind – weil sie als Risikofälle nicht aus dem Haus gehen können oder mit dem Alltag in Zeiten von Corona-Pandemie Hilfe brauchen.

Landesweit vermehren sich Gruppen von Menschen, die sich freiwillig für Bedürftige einsetzen. Für betagte Personen, die isoliert bleiben müssen, für Eltern, die ihre Kinder hüten lassen müssen, um arbeiten zu gehen. Unter dem Aufruf hilf-jetzt! sammeln sich und koordinieren sich diese Gruppen, um in ihren Nachbarschaften Hilfe anzubieten.

Plakate und Flyers um Leute zu erreichen

So auch in Olten: Christian Ginsig, Jenny Brupbacher und weitere engagierte Personen haben sich auf der olteneinfach.ch Webseite entschieden, die Nachbarschaftshilfe zu koordinieren. Das Netzwerk hilft den Freiwilligen in vielerlei Hinsicht: Sie bieten Vorlagen für Flyers und Plakate an.

Denn das Schwierigste ist, bedürftige Personen auf analogem Weg zu erreichen: Deshalb werden Flyers in Briefkästen verteilt, Plakate an Blockeingänge oder auf der Strasse angebracht. Bereits jetzt sind jedoch viele Helferinnen und Helfer von der Nachfrage überfordert; mithilfe von Whatsapp-Gruppen und von einer Aufteilung in Quartiere sollen sie sich einander unterstützen können, Aufträge verteilen.

Der Velolieferdienst Collectors unterstützt das Projekt als zentrale Anlaufstelle und hat seine Telefonnummer zur Verfügung gestellt: 062 296 46 00. Wer Hilfe braucht oder helfen will, kann sich auch per Email melden: corona@olteneinfach.ch.

Weitere Infos auch unter: https://olteneinfach.ch/corona/

Richtigstellung: In der ersten Fassung des Artikels stand, dass die Freiwilligen am Anschlag sind und auf jede Hilfe angewiesen sind, um der Nachfrage nachzukommen. Am Wochenende haben aber die Plattformen olteneinfach und Hilfe jetzt dem Oltner Tagblatt mitgeteilt, dass dies nicht so ist: Zwar sei es richtig, dass es genügend zu tun gibt für die Freiwilligen, die sich gemeldet haben. Doch diese seien noch weit nicht ausgelastet – dies kann sich aber in den nächsten Wochen ändern. 

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