«Die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen.» Oltens Chilbichef Christoph Koch zieht am Tag 1 nach der Ausgabe 2015 ein positives Resümee. Freitag und Samstag seien gemäss Schaustellern und Marktfahrern die umsatzstärksten Tage der viertägigen Chilbi gewesen, während der Sonntag weniger gelobt und der Montag, des Oltners eigentlicher Chilbitag, mit dem Prädikat «zufriedenstellend» bewertet wurde.

52 Schausteller und 80 Marktfahrer können nicht irren. Die Ansicht, dass allenfalls etwas weniger Publikum zugegen war, ist auch Koch zu Ohren gekommen. «Es ist schwierig zu sagen, denn es gibt ja keine verlässlichen Zahlen», sagt er und spricht dabei von doch von einigen zehntausend Gästen. «Aber so viele sinds mit Sicherheit», betont er.

Beliebt bei Schausteller und Co.

Ungebremst dagegen ist der Zustrom an Schaustellern und Markfahrern. «Es gibt, kurz vor der Veranstaltung, immer wieder mal telefonische Anfragen nach freien Plätzen», erklärt Koch. Solche Anfragen beantwortet er abschlägig. Es gibt gar eine Warteliste, die einzuhalten ist. Wilde Marktfahrende dagegen, die einfach ohne Genehmigung aufkreuzen und «ihr Ding» durchziehen, gabs heuer keine zu verzeichnen. «Das hat mich eigentlich noch gewundert», bekennt Koch.

Auch zu Schlägereien kam es nicht. Zwar wurde in der Nacht auf Sonntag die Polizei gerufen, um zwei rivalisierende Gruppen in der Schützenmatt zu trennen, doch stoben diese auseinander, als die Sicherheitskräfte auftauchten. In der gleichen Nacht wurden auch zwei Personen zur Ausnüchterung ins Untersuchungsgefängnis eingewiesen, nachdem deren Hafterstehungsfähigkeit überprüft worden war. «Gemessen am Besucheraufkommen ist die Chilbi 2015 ein sehr friedlicher Anlass gewesen», bilanziert der Chef, der sich übrigens auch vom kulinarischen Angebot 2015 überzeugt gibt.

Dass die heurige Ausgabe ohne eigentliche Programmneuheiten aufwartete, sei keineswegs negativ kommentiert worden. Dennoch ist für Koch klar: «Zwei, drei Angebote werden ersetzt werden; das ist normal und gehört zum Chilbigeschäft.» Man merkt: Nach der Chilbi ist vor der Chilbi.