Olten

Forstbetrieb der Stadt soll sich neu organisieren

Olten will der Forstbetriebsgemeinschaft Unterer Hauenstein (FBG) beitreten. (Symbolbild)

Olten will der Forstbetriebsgemeinschaft Unterer Hauenstein (FBG) beitreten. (Symbolbild)

Der Forstbetrieb der Stadt Olten stellt keinen neuen Förster mehr ein und möchte in die Forstgemeinschaft Unterer Hauenstein.

Der Forstbetrieb der Stadt Olten soll neu organisiert werden. 2013 wurde Revierförster Markus Frey pensioniert. Seither leitet die Forstbetriebsgemeinschaft Unterer Hauenstein (FBG) den Forstbetrieb im Oltner Wald. Um diese Arbeit möglichst sinnvoll zu gestalten, will Olten nun der FBG beitreten.

Momentane Mitglieder sind die Bürgergemeinden Hauenstein-Ifenthal, Lostorf, Trimbach, Winznau und Wisen. Auf seine eigene Frage «Wieso hat das so lange gedauert?» hat Reto Schibli, Präsident der Forstkommission, auch gleich eine Antwort: «Wir haben die Umwandlung der FBG in eine Zweckgemeinschaft abgewartet.» Diese ist inzwischen vollzogen worden und die Bürgergemeinde Olten ist bereit für den Beitritt.

Mit dem Wald von Olten würde die FBG um einen Drittel wachsen, die Bürgergemeinde kostet der Eintritt 100 000 Franken für die Aufstockung des Betriebskapitals von bisher 400 000 Franken sowie 150 000 für die Übernahme des Inventars. Einen neuen Förster anzustellen wäre gemäss Schibli die teurere Variante.

Für die Mitarbeiter würde sich nichts ändern. Proteste vonseiten der Bürger gab es dazu keine, ein Votant erkundigte sich nach einer möglichen Exitstrategie. «Der Austritt ist nach einer Kündigungsfrist jederzeit möglich. Für das Inventar gibt es eine Entschädigung», erklärt Schibli. Dem Beitritt zur FBG wurde einstimmig zugestimmt.

Wenn die anderen Gemeinden ihren Segen geben, ist Olten ab Januar 2018 Teil der FBG. Hölzern war auch ein weiteres Traktandum: Für den Bau einer Holzschnitzelheizung auf der Froburg wurden 1 150 000 Franken beantragt. Für die Heizung müsste das Gesindehaus sowie ein Güllesilo und zwei Betonsilos abgerissen werden. Die anwesenden Bürger stimmten dem mit einer Gegenstimme zu.

Horrorküche wird saniert

Ein Traktandum, das viele Wortmeldungen provozierte, war der Kreditantrag zur Küchensanierung des Alters- und Pflegeheims Weingarten. Die Küche eignet sich gemäss den Ausführungen von Verwaltungskommissionspräsident Walter von Känel im momentanen Zustand eher für einen Horrorfilm als zur Zubereitung von Essen: «Die Decken und die Leuchten fallen aus den Halterungen, der Boden ist undicht und die Wände hohl.»

Zudem generiere der Kochherd einen hohen Energieverlust. Sanitäre Anlagen für das Personal gebe es keine. Für 1 025 000 Franken soll die Küche saniert werden. Im Zug der Sanierung werden nicht nur alle Geräte ersetzt, es wird mit dem Entfernen von Wänden auch in die Statik eingegriffen.

Wo nötig, werden die fehlenden Wände durch Pfeiler ersetzt, erklärte von Känel. Mehrere Votanten waren mit dem verteilten Plan unzufrieden, da er für Laien nur schwer zu lesen war. Ein Bürger machte sich die Mühe, von Känel zu erklären, wie die Farben auf solchen Plänen auszusehen hätten.

Eine andere Votantin zeigte sich über den projektierten Betrag besorgt. Von Känel versicherte ihr jedoch, es werde bei den Kosten keine Überraschungen geben. Schliesslich stimmten die anwesenden Bürger dem Kredit mit zwei Enthaltungen zu.

Das Budget der Bürgergemeinde Olten sieht für das Jahr 2017 gemäss Voranschlag einen Ertragsüberschuss von 289 493 Franken vor. Der von Bürgerratspräsident Felix Frey sowie Walter von Känel und Reto Schibli präsentierte Voranschlag wurde mit zwei Enthaltungen genehmigt.

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