Olten

Fischereiverein erhofft sich mehr Anerkennung

Der Vorstand des Fischereivereins Olten (vl.): Pascal Dietiker (EDV/Website), Alfred Murat (Obmann Fischzucht), Bio Bionda (Obmann Jungfischer), Michael Haberstich (Präsident), Urs Grob (Kasse) und Christian Dietiker (Vizepräsident); (es fehlt Irma Dietiker Rutz (Sekretariat).

Der Vorstand des Fischereivereins Olten (vl.): Pascal Dietiker (EDV/Website), Alfred Murat (Obmann Fischzucht), Bio Bionda (Obmann Jungfischer), Michael Haberstich (Präsident), Urs Grob (Kasse) und Christian Dietiker (Vizepräsident); (es fehlt Irma Dietiker Rutz (Sekretariat).

Das letzte Fischereijahr war eher mager. Dem Fischereiverein Olten und Umgebung bereiten die Jungfische Sorge, wie an der 104. Generalversammlung klar wurde.

Der Fischereivereins Olten und Umgebung (FVO) ist einer der aktivsten im Kanton. Das zeigt sich unter anderem daran, dass gleich mehrere wichtige Chargen im Solothurner Kantonalen Fischereiverband (SOKFV) von Mitgliedern des FVO übernommen werden. Aber auch vereinsintern bietet er ein vielseitiges Programm an.

In seinem Jahresbericht zog Präsident Michael Haberstich Bilanz über das Vereinsjahr 2016. Der FVO engagiert sich stark in der Nachwuchsförderung. So konnte der dafür verantwortliche Bio Bioda 18 Jungfischer in die Kunst des Fischens einführen und sie alle durch die obligatorische Prüfung über den Sachkunde-Nachweis Prüfung (SaNa) führen. Auch im kommenden Frühjahr wird wieder ein Anfängerkurs angeboten. Viel Anklang fand auch das Angebot des FVO beim Ferienpass. Beim Ausbildungsweiher konnten die Jugendlichen die Angel auswerfen und Rotfedern fangen, die anschliessend im Fischzuchtweiher in Trimbach wieder ausgesetzt wurden.

Wegen der reichlichen Regenfälle war das letzte Fischereijahr eher mager, wenige Forellen konnten geangelt werden; besser war die Ausbeute bei den Aeschen.

Sorgen beim Aussetzen

Sorgen bereiten dem FVO das Thema Aussetzen von Jungfischen. In mehreren Flüssen (Dünnern, Emme, Birs, Lützel) erliess das Kantonale Amt für Jagd und Fischerei ein Besatz-Moratorium, so dass keine Forellen mehr ausgesetzt werden. Der FV Tierstein musste deshalb seine Fischzucht schliessen. So kürzte der Kanton auch die mit dem Leistungsvertrag mit dem SOKFV verbundenen finanziellen Beiträge um mehr als einen Viertel.

Grossen Wert legt der Fischereiverein Olten auch auf die Pflege der Geselligkeit. Vom Anlass zur Eröffnung der Forellensaison im März über Fischessen und Grillabend bis zum Racletteschmaus bietet der FVO ein reiches Programm.

Jubiläum mit Chronik gewürdigt

Ein besonderes Ereignis war die Buchvernissage für die Vereinschronik zum hundertjährigen Bestehen des Oltner Fischereivereins. Die vom Historiker Urs Amacher und Vorstandsmitglied Pascal Dietiker verfasste Vereinsgeschichte konnte am 14. August 2016 mit einer kleinen Feier der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Michael Haberstich würdigte das gelungene Werk, und auf Antrag des Vorstandes wurde Urs Amacher von der Generalversammlung zum Ehrenmitglied des FVO ernannt. Amacher bedankte sich dafür mit einem Gegengeschenk, einem «Fang» Aareforellen aus Schokolade.

Aus der Vereinsleitung lagen keine Rücktritte vor. Die 47 anwesenden Stimmberechtigten sprachen dem Präsidenten und allen bisherigen Vorstandsmitgliedern das Vertrauen aus und wählten sie mit Applaus wieder für eine zweijährige Amtszeit. Der Vorstand des Fischereivereins Olten setzt sich also weiterhin wie folgt zusammen: Michael Haberstich (Präsident), Christian Dietiker (Vizepräsident), Irma Rutz (Sekretariat), Urs Grob (Kasse), Alfred Murat (Obmann Fischzucht), Bio Bionda (Obmann Jungfischer) und Pascal Dietiker (EDV/Website).

Wechsel im Kantonalvorstand

Der Präsident des Kantonalverbandes hat seinen Rücktritt angekündigt. Der aktuelle Vizepräsident Christian Dietiker ist bereit, dieses Amt zu übernehmen. In einer kurzen Rede skizzierte er sein Programm. Die Förderung des Nachwuchses bleibt ein wichtiges Ziel, selbst wenn heute doppelt so viele Jungfischer wie vor fünf Jahren ausgebildet werden. Auch die Zusammenarbeit zwischen dem kantonalen Amt und dem Verband ist zu verbessern. Der Verband strebt einen besseren Leistungsauftrag an, der es den Vereinen erlaubt, längerfristig zu planen. Deshalb muss seine Stimme politisch ein grösseres Gewicht erhalten. «Die Fischereivereine leisten an vielen Fronten hervorragende Arbeit, sei es mit unserer Jugend oder an den Gewässern», betonte Dietiker. «Unser Dienst für die Allgemeinheit ist heutzutage alles andere als selbstverständlich; sie hat ihren Preis und sollte die nötige Anerkennung erhalten», so der künftige Kantonalpräsident.

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