Der Themenweg «Himmel und Hölle», der auf dem Allerheiligenberg realisiert werden soll, nimmt konkrete Formen an. Die Detailplanung für das Bewilligungsverfahren ist im Gang, bestätigt Ruedi Studer: «Ziel ist, das Baugesuch noch vor den Sommerferien beim Kanton einzureichen.» Der Hägendörfer ist Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung «Pro Allerheiligenberg», die das Projekt initiiert hat. Vor gut einem Jahr wurde das Grobkonzept der Öffentlichkeit vorgestellt.

Dieses sieht maximal elf auf dem Gebiet des Allerheiligenbergs verteilte Animationsorte vor, die sich dem Thema «Himmel und Hölle» widmen. Sinnigerweise werden die Animationen an Orten mit entsprechenden Flurnamen platziert: auf der Anhöhe namens «Himmelrich» unterhalb der Gwidemflue zum Beispiel oder bei der «Hölle» im Wuestgebiet. «Gegenwärtig ist das mit der Konzeption des Themenwegs beauftragte Planungsbüro damit beschäftigt, die genauen Standorte für die Animationen festzulegen», erklärt Studer.

Da sich der Projektperimeter ausserhalb der Bauzone befindet, braucht es nebst der ordentlichen Baubewilligung der Standortgemeinde Hägendorf auch eine Bewilligung des kantonalen Bau- und Justizdepartements. Beide Instanzen hätten sich, so Studer, in einer Voranfrage positiv zum Vorhaben geäussert. Um späteren Einsprachen vorzubeugen, seien die betroffenen Landeigentümer und Interessengruppen angehört worden. Bedenken hatte unter anderem die Jägerschaft geäussert: Sie fürchtet, der Themenweg könnte Gebiete tangieren, die von den Wildtieren als Rückzugsort genutzt werden. Gemäss Studer werde man diese Einwände bei der Routenführung berücksichtigen.

Freizeit in Natur verbringen

Die Stiftung «Pro Allerheiligenberg», die 2014 aus der Stiftung «Pro Höhenklinik Allerheiligenberg» hervorgegangen ist, hat zum Ziel, das Naherholungsgebiet auf dem Allerheiligenberg als Ruhe- und Ausflugsort zu erhalten und die Gesundheit der Bevölkerung durch sinnvolle Aktivitäten in der freien Natur zu fördern. Zielgruppe des Themenwegs sind Familien und Schulklassen. Auf einer Strecke von rund sechs Kilometern werden Stationen, die mit verschiedenen Animationen aufwarten, zu einem Rundweg verbunden. Dazu gehören zum Beispiel ein Wald-Xylophon, eine Windharfe, ein Rytiseili oder eine Kugelbahn. Die Animationen sollen zu einer Auseinandersetzung mit dem ambivalenten Thema «Himmel und Hölle» anregen.

Die im Grobkonzept veranschlagten Projektkosten belaufen sich auf 220'000 bis 300'000 Franken. Hinzu kommen die jährlich anfallenden Unterhaltskosten im Umfang von 8000 bis 10'000 Franken. Der Grossteil der Aufwendungen soll mit Fremdmitteln gedeckt werden. Die Finanzierung entpuppt sich denn auch als die grösste Herausforderung des Projekts: «Die Sicherstellung der Finanzen ist sehr aufwändig. Wir haben bereits mehrere Stiftungen angefragt, bislang aber noch keine definitive Zusage erhalten», erklärt Ruedi Studer. Auch beim Lotteriefonds werde man ein Gesuch einreichen. Crowdfunding dagegen ziehe man für die Mittelbeschaffung nicht in Betracht.

Zeitplan wird eingehalten

Bis die ersten Animationen auf dem Allerheiligenberg installiert werden, dauert es noch eine Weile. «Das Projekt wird umgesetzt, sobald die Baubewilligung vorliegt und die Finanzierung sichergestellt ist.» Wann dies genau sein wird, lässt Studer offen: Vielleicht sei man bereits Ende Jahr so weit, vielleicht erst Anfang nächsten Jahres. Er wehrt sich gegen den Eindruck, es sei seit der Präsentation des Konzeptes vor einem Jahr nichts gelaufen: «Die Planung eines solchen Projektes ist nun mal ein langwieriger Prozess». Unter dem Strich liege man im Zeitplan – wurde doch schon zu Beginn mit einer Umsetzung frühestens im Jahr 2020 gerechnet.