Olten

Finanzhaushalt, ERO, Asyl und Atomausstieg als Themen

Atomausstieg bis in 40 Jahren? – Von den vier Regierungsratskandidaten sagten Brigit Wyss und Roland Heim (rechts) Ja, Remo Ankli Nein und Roland Fürst (links) zog den Joker.

Atomausstieg bis in 40 Jahren? – Von den vier Regierungsratskandidaten sagten Brigit Wyss und Roland Heim (rechts) Ja, Remo Ankli Nein und Roland Fürst (links) zog den Joker.

An der OT-Wahl-Arena bot sich den fünf Anwärtern für den Oltner Stadtrat wie auch den drei Kandidaten und der einzigen Kandidatin für den Solothurner Regierungsrat Gelegenheit, vor dem Publikum im BBZ Olten Punkte zu sammeln.

«In dieser Stadt geht es immer ums Geld», befand OT-Redaktor Urs Huber, der an der Podiumsdiskussion im BBZ Olten den verbleibenden fünf Stadtratskandidaten auf den Zahn fühlte. So wollte er von Mario Clematide (FDP, wild) Thomas Marbet (SP), Daniel Probst (FDP), Benvenuto Savoldelli (FDP) und Martin Wey (CVP) wissen, wo die Ertragsüberschüsse von über 140 Millionen Franken, die die Stadt Olten in den vergangenen zehn Jahren gesamthaft generieren konnte, hingekommen sind. Denn bekanntlich hat sich die Finanzlage der Stadt Olten verschlechtert. Für das laufende Jahr fehlen ihr Steuererträge im Wert von 20 Millionen Franken.

«Wir haben mit dem Geld gearbeitet. Das heisst, wir haben Sachen realisiert», hatte der bisherige Stadtrat Clematide eine Antwort parat. «Mit dem Geld wurden Schulden abgebaut, Abschreibungen gemacht und Projekte aufgegleist», hielt auch Probst, der seit 1997 Mitglied des Oltner Gemeinderats ist, fest. Und mit Nachdruck sagte er: «Wir haben nicht ein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem.»

Eingespielte «Viererbande»

Im zweiten Teil der Oltner Wahl-Arena befragte OT-Chefredaktor Beat Nützi die vier Kandidierenden des 2. Wahlgangs der Solothurner Rgierungsratswahlen. Nach rund drei Monaten Wahlkampf trat das verbliebene Kandidaten-Quartett mit Dame – Remo Ankli (FDP), Roland Fürst, Roland Heim (beide CVP) und Brigit Wyss (Grüne) – wie eine eingespielte «Viererbande» auf: Routiniert wurden die Argumente wie Bälle von links nach rechts und von dort zur Mitte gespielt, wie wenn eine Fussballmannschaft «Standardsituationen» trainierte. Anders als im Sportstadion entschied an der Wahl-Arena aber jeder «Fan» im Publikum selbst, ob ein Argument ein Volltreffer war.

Die Vier kennen sich, respektieren sich, fallen sich nicht ins Wort – sind aber durchaus nicht gleicher Meinung. Das zeigte sich optisch in der Runde von Ja-/Nein-Fragen: «Neben mir grünt es ziemlich», feixte Moderator Beat Nützi, als Brigit Wyss gleich mehrfach als einzige die grüne Ja-Karte zeigte, während eine rote «Wand» das einhellige Nein der drei Bürgerlichen signalisierte. Da wurde sichtbar, wo die deutlichste politische Trennlinie verläuft.

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