Düsseldorf
Fielen Werner C. weitere Jungen zum Opfer? Jetzt wird der Computer des Entführers ausgewertet

Nach der Hausdurchsuchung in Düsseldorf hat die Polizei beim Entführer des 12-Jährigen aus dem Kanton Solothurn mehrere Terabyte Daten sichergestellt und ausgewertet. Die Behörden ermitteln nun, ob der Schweizer Junge ein Einzelfall war oder nicht.

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Werner C.

Werner C.

Nach dem Auffinden des vermissten Jungen in Düsseldorf muss die Polizei mehrere Terabyte Daten auswerten. Das Material war bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen, eines 35-jährigen Kochs, sichergestellt worden.

«Das sind viele Wochen Arbeit. Wir machen jetzt unsere Arbeit», sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Polizei prüft vor allem, ob es noch mehr Opfer gibt. In der Wohnung des Mannes, aus der eine Spezialeinheit den vermissten Jungen in der Nacht zum Sonntag geholt hatte, war auch Kinderpornografie entdeckt worden.

Der Verdächtige ist wegen kleinerer Betrugsdelikte vorbestraft, nicht aber wegen Sexualstraftaten. Gegenüber den Ermittlern hat er bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

Der Mann sitzt wegen des Verdachts auf schweren sexuellen Kindesmissbrauch und Freiheitsberaubung in Untersuchungshaft. Er soll über das Internet-Computerspiel Minecraft unter einem Pseudonym Kontakt zu dem 12-jährigen Jungen aus Gunzgen SO aufgenommen haben. Er war bis zu acht Tage in seiner Gewalt, war ihm aber möglicherweise zunächst freiwillig gefolgt.

Die Polizei hatte den Knaben in der Nacht auf Sonntag in der Wohnung des Deutschen aufgefunden. Er war äusserlich unversehrt und ist wieder bei seinen Eltern.

(29.06.2018)

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