Bürgergemeinde Olten

«Feuswiss» braucht die Froburg nicht mehr als Bildungsstätte

«Feusuisse» werde die frei werdenden Räumlichkeiten auf der Froburg untervermieten.

«Feusuisse» werde die frei werdenden Räumlichkeiten auf der Froburg untervermieten.

Bürger von Olten stimmen einem Budget mit knapp 300'000 Franken Defizit. Vertragsmodifikationen mit der Mieterin «feusuisse» wurden gutgeheissen.

Die Gemeindeversammlung der Oltner Bürger hatte zwei Geschäfte zu erledigen: Budget und Vertragsänderungen auf der Froburg. Bei einem Aufwand von rund 8,71 Mio. Franken und einem Ertrag von 8,42 Mio. Franken wird im Voranschlag 2020 mit einem Defizit von 287'158 Franken gerechnet. Präsident Felix Frey, Schreiberin Arlette Maurer sowie die Bürgerräte Reto Schibli und Walter von Känel erläuterten die laufende Rechnung. Den grössten Posten macht das Alters- und Pflegeheim Weingarten aus. Speziell wurde das Angebot einer Tagesstätte erwähnt.

Unwägbarkeiten bestehen in der Hofgüterrechnung beim Hotel-Restaurant Froburg. Der Pächter hat auf Ende September 2020 gekündigt, die Nachfolge wird zu regeln sein. Die grösste Veränderung erfuhr die Forstrechnung. Mit dem Beitritt zum Zweckverband (ZV) Forst Unterer Hauenstein werden die Budgetposten nicht mehr über die eigene Rechnung verbucht, sondern die Bürger haben nur noch den nach einem Schlüssel berechneten Anteil am Aufwandüberschuss des ZV zu übernehmen. Die 10 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten das Budget einstimmig.

Diskussionslos passierte auch eine Änderung der Verträge mit «feusuisse». «Feusuisse» ist der Name des schweizerischen Verbands für Wohnraumfeuerung, Plattenbeläge und Abgassysteme. 1967 richteten die Hafner ihre Fachschule auf der Froburg ein, wo die Lernenden ihre Ofenbauer- Ausbildung absolvierten. Inzwischen hat «feusuisse» den Bildungsbereich neu ausgerichtet. So werden die Räumlichkeiten auf der Froburg nicht mehr wie bisher benötigt. Der Baurechtsvertrag wurde seinerzeit auf hundert Jahre abgeschlossen. Feusuisse wird die frei werdenden Räume untervermieten. Mit dem genehmigten Vertragszusatz einigten sich Bürger und feusuisse, den Baurechtszins beziehungsweise den Mietzins an die effektiv durch den Verband genutzten Gebäudeteile anzupassen. Die Reduktion darf die Grenze von 50 Prozent des ursprünglichen Zinses nicht überschreiten.


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