Die Angehörigen der städtischen Feuerwehr können ab sofort zum halben Preis das hiesige Strandbad nutzen. Dies hat der Stadtrat kürzlich beschlossen. Allerdings ist die Offerte nur bedingt gültig. Denn wer glaubt, jeder der AdF brauche nun lediglich vier statt acht Franken für den Einzeleintritt zu bezahlen, der irrt: Die 50 prozentige Preisreduktion bezieht sich ausschliesslich auf das Saisonabonnement, welches unter normalen Umständen 160 Franken kostet.

Das Saisonabonnement für einen Angehörigen der Feuerwehr ist demnach für 80 Franken zu haben und ist auch nicht übertragbar; gratis gehts dafür in die Museen der Stadt, beziehungsweise lässt sich die Stadtbibliothek gebührenfrei nutzen.

Rund 90 Personen profitieren

Von der Vergünstigung profitieren können rund 90 Angehörige der Feuerwehr, wie der Stadtrat in seinem Beschluss festhält. Der Entscheid sei zustande gekommen, weil die Exekutive die Leistungen der Feuerwehrkräfte anerkennend würdigen möchte, wie Stadtschreiber Markus Dietler auf Anfrage erklärt. Zwar seien die Feuerwehrkräfte im Grundsatz bis auf wenige Ausnahmen nicht bei der Stadt angestellt, aber im Milizsystem seien diese an 365 Tagen rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung abkömmlich.

Pro Jahr werden die Einsatzkräfte durchschnittlich 230 Mal alarmiert. Mit diesem Entscheid nun werden sie bezüglich Vergünstigungen dem städtischen Personal gleichgestellt.
Das Thema sei schon seit einiger Zeit virulent gewesen, erklärt die Stadtkanzlei weiter. Nun habe der Stadtrat einhellig entschieden, eine diesbezügliche Anfrage aus Feuerwehrkreisen positiv zu beantworten. Die Vergünstigungen gelten ab sofort. Die Feuerwehrleute erhalten jährlich ein Schreiben, welches als Personalausweis der Stadt Olten dient und zu den erwähnten Vergünstigungen berechtigt.

«Wissen dies zu schätzen»

Feuerwehrkommandant Philipp Stierli weiss die Geste des Stadtrates zu schätzen. «Für uns ist dieser Entscheid sehr erfreulich», meint er. Es sei doch befriedigend zu sehen, dass der Stadtrat die entsprechende Anfrage aus Feuerwehrkreisen positiv beantwortet habe, damit auch deren Leistungen anerkenne und die Feuerwehrleute analog zum städtischen Personal mit Vergünstigungen ausstatte. (hub)