Bereits am Nachmittag liess die FUKO verlauten: Das Gugge-Konzert werde nicht traditionsgemäss auf der Chilestäge stattfinden, sondern im Zelt auf dem Munzingerplatz. Nach einer Unwettermeldung würden bis am Abend 80 bis 110 km/h starke Windböen erwartet.

19.30 Uhr. Es regnet nur leicht. Der Wind ist knapp so stark, um die Kapuze nach hinten zu ziehen. Vor dem Zelt kontrollieren Securitas die Besucher. Sie haben aber noch nicht viel zu tun. Das Zelt, das für die eigentlich erwartete Schar von Fasnächtler zu klein gewesen wäre, ist etwa zur Hälfte gefüllt.

Oltner Gugge-Obe

Dann die schlechte Nachricht vom Obernarr MacSven: «Das Guggenmonster wird aus Platzgründen gestrichen.» Enttäuschte Gesichter im Publikum. Die 14 Guggen die jeweils eine nach der anderen auf der kleinen Bühne spielen, heben die Stimmung auf. «I love Rock’n’Roll» von den Chärneschränzer und die Menschenmenge, die sich langsam erweitert, gewöhnt sich an die ungewöhnliche Location. Die Stimmung ist locker, die Musik wird immer lauter. Nicht alle richten ihre Aufmerksamkeit auf die Guggen. Hier sieht man wieder einen alten Freund, dort stosst man mit einem anderen Freund an – wie an einer Party in einem Festzelt eben.

Oltner Gugge-Obe

20.30 Uhr. Eine kleine Menschenschlange bildet sich. Der Securitas lässt niemanden mehr rein. Nach seinem Gefühl, sind bereits genug Menschen im Zelt. Wie viele das sind, kann er nicht sagen. Ein FUKO-Mitglied stimmt ihm zu. An diesem Abend gab es schon genug Tohuwabohu. Und wie geht es weiter? Draussen regnet es nur leicht. Gibts draussen doch noch ein spontanes Guggenmonster? «Möglich», sagt das FUKO-Mitglied. «Die Guggen sind flexibel.»

21.50 Uhr. Auf der Chilestäge sind die Hurligugger Trimbach positioniert und fangen an zu spielen. Alleine. Auf der Kirchgasse sind nur wenige Zünftler und Guggen verteilt. Die Instrumente teilweise schon eingepackt. Wo sind sie alle hin, die Guggen? Überall verteilt in der Altstadt. Nur wenige spielen Musik, während die meisten Fasnächtler das warme Zelt offenbar nicht verlassen wollen. Auf einmal weht ein starker Wind mit Hagel durch die Kirchgasse. Fast so stark wie die Guggenmusik von der Chilestäge.