Wangens SP-Präsident Pascal Haussener spricht von einem glücklichen Tag. «Natürlich haben wir auf zwei Sitze gehofft, auch im Hinblick auf die Listenverbindung mit der GLP», meint er. Nun gewinnt die SP also einen Sitz hinzu. Das mache die Arbeit im Rat sicher einfacher, so Haussener. Auch für die Gewählten ein Freudentag. «Ein bisschen überrascht bin ich schon vom Erfolg», so Bettina Widmer, seit neun Jahren im Dorf wohnhaft. Sie freut sich zusammen mit Kollegin Yvonne Majnarić, seit rund anderthalb Jahren in Wangen zu Hause, über den gemeinsamen Wahlerfolg. Für beide aber kommt das Gemeindepräsidium nicht infrage. Zu sehr empfinden sie sich als Einsteigerinnen. Bezüglich der Ressortwahl geben sich aber beiden offen, auch wenn die Bereiche Finanzen (Widmer) und Raumplanung (Majnarić) nach deren Auskünften nicht zu ihren Steckenpferden gehören.

Für die FDP, trotz Mandatsverlust von Marianne Benguerel-Kiefer stärkste Fraktion im Rat, wird Daria Hof-Schwarzentruber das Gemeindepräsidium anstreben. Die Sekundarlehrerin erzielte am drittmeisten Stimmen. Die FDP hatte im Vorfeld ihre Strategie kommuniziert: Der oder die Bestgewählte steigt ins Rennen. «Das bleibt auch so», sagt Parteipräsidentin Marianne Benguerel-Kiefer. Der Mandatsverlust komme im Übrigen wenig überraschend. «Vor vier Jahren konnten wir den vierten Sitz nur knapp holen.»

Nach seinem Glanzergebnis, er erzielte mit 718 Stimmen das beste Resultat im Dorf, ist der langjährige Gemeindevizepräsident Patrick Schmid (CVP) gestern Abend von seiner Partei als Gemeindepräsidiumskandidat nominiert worden. «Wir sind vom Ergebnis der Wahl schon fast begeistert», sagt Schmid.

CVP und FDP machen also Kampfwahlen möglich. Damit wird die Ankündigung der SVP, auf jeden Fall für eine echte Wahl sorgen zu wollen, hinfällig. «Die Kandidaturen Hof und Schmid sorgen bereits dafür», so der frisch gewählte SVP-Vertreter Christian Riesen.