Die FDP Amteipartei Olten-Gösgen hat an ihrer Versammlung am Mittwochabend zwei Nationalratskandidaten zuhanden der Kantonalpartei nominiert: Peter Hodel (Schönenwerd) und Marc Thommen (Hägendorf) durften dabei auf die uneingeschränkte Unterstützung der anwesenden Delegierten zählen. Gleiches galt im Übrigen für die bereits nominierte Ständeratskandidatin aus Messen, Marianne Meister, die als Gast ebenfalls anwesend war. Das Trio machte sich in der Vorstellungsrunde explizit für liberale Werte stark: für den Brückenschlag zwischen Politik und Wirtschaft, Freiheit und Verantwortung im Gemeinwesen, Kampf der Bürokratie.

Ambitioniert

Die Amteipartei schätze sich glücklicher, mit den beiden Kandidaten Peter Hodel, Gemeindepräsident/Landwirt und Marc Thommen, Unternehmer, ausgewiesene Persönlichkeiten ins Rennen schicken zu können. Ambition: Einen Sitzgewinn im Nationalrat und die Rückeroberung des Ständeratsmandats, welches vor vier Jahren an die CVP verloren gegangen war. Dies und nicht mehr sei das Wahlziel der solothurnischen FDP, so Wahlkampfleiter Felix Hug. Und die Chancen dafür bestünden, denn die FDP habe derzeit «einen Lauf». Allerdings brauche es dazu den Beitrag jeder Einzelnen und jedes Einzelnen. «Klinken putzen» also.

Ambitionen auch auf nationalem Parkett, wo der Freisinn die SP überholen und sich so den vermeintlich wackelnden Bundesratssitz sichern will. Die FDP will also die zweitstärkste Partei auf nationalem Parkett werden. So jedenfalls fasste Hug die Intentionen zusammen.

Schliesslich erging noch ein Appell Hodels, diesmal in seiner Funktion als Amteiparteipräsident, an die Adresse der Amtei-Delegierten. Die Kürzungen der Prämienverbilligung der Krankenkasse (Einsparungen: 7 Mio. Franken) sei Teil eines vom Kantonsrat gutgeheissenen Sparpakets. Er empfahl den Änderungen im Sozialgesetz zuzustimmen, folglich das von der SP lancierte Referendum zur Ablehnung. Ein Votum, dass mit Sicherheit nicht auf taube Ohren stiess.