Fulenbach

FDP nominiert Thomas Blum fürs Gemeindepräsidium

Thomas Blum, seit 2005 im Amt, und Gisela Barrer-Leclerc, seit 2013 im Amt, treten als Gemeinderatskandidaten erneut an; Thomas Blum auch als Gemeindepräsident.

Thomas Blum, seit 2005 im Amt, und Gisela Barrer-Leclerc, seit 2013 im Amt, treten als Gemeinderatskandidaten erneut an; Thomas Blum auch als Gemeindepräsident.

Der Fulenbacher Freisinn portiert den 49-jährigen Thomas Blum als Gemeindepräsident – CVP und SP geben ihr Placet.

An ihrer Generalversammlung hat die FDP Fulenbach die Gemeinderatskandidaturen festgelegt und ihren Kandidaten fürs Gemeindepräsidium bestimmt. Die Nominationen von Gisela Barrer und Thomas Blum für die Gemeinderatsmandate bzw. für Blum als Gemeindepräsident fielen einstimmig.

Politik der praktischen Art

Die Ausmarchung war nicht von überbordender Spannung begleitet, eher von «business as usual», wie man so schön sagt. Immerhin: Die Parteispitze war froh, mit den beiden bisherigen Mandatsträgern für eine weitere Legislatur antreten zu können. Nicht zuletzt im Wissen darum, dass im Hinblick auf die kommende Amtsperiode noch zwei Sitze im siebenköpfigen Rat unbesetzt sind.

Man geht, wie sich an der Generalversammlung manifestierte, denn auch von stillen Wahlen für die Exekutive aus, wie dies auch von den übrigen Ortsparteipräsidenten bereits angekündigt wurde. «Wenn sich mehr Kandidaturen als Mandate finden, dann wird ein Wahlgang im Mai notwendig sein», so Thomas Blum, frisch portierter Anwärter auf das Gemeindepräsidium. Und zwar einer, der nicht nur portiert ist von seiner Heimatpartei, nein: Blum hatte sich auch die Unterstützung der Ortsparteien gesichert. Oder besser gesagt: ausbedungen.

Eine solche wurde ihm von CVP und SP zugesichert; vorläufig aussen vor bleibt die SVP. «Wir empfehlen prinzipiell keine Neulinge im Amt», so Roman Jäggi, Präsident der örtlichen SVP. Man wolle erst abwarten, wie sich die Sache entwickle. «Für uns ist dabei wichtig zu beobachten, wie ein Gemeindepräsident den Umgang im Dorf gestaltet», weiss Jäggi weiter. Wenn man jetzt schon eine gemeinsame Empfehlung ausspreche, seien der Partei später die Hände gebunden. «Wir werden unsererseits aber nicht mit einer Gegenkandidatur antreten», sagt Jäggi.

Mittlerweile allerdings sind in der Politlandschaft solcherlei Abkommen und Empfehlungsschreiben absolut Usanz. «Es war eine Bedingung, die ich stellte», sagt Blum, der 49-jährige Unternehmer, der sich im Übrigen keiner allfälligen Kampfwahl stellen will. Dies sei in einer unpolitischen Landschaft auch nicht üblich und hinterlasse jeweils negative Spuren. Die Frage, wie er – trotz Placet der beiden Parteien im Dorf – einem potenziellen Mitbewerber oder einer potenziellen Mitbewerberin begegnen würde, meint Blum doch recht nüchtern: «Ich würde sie oder ihn unterstützen und meinerseits auf eine Kandidatur verzichten, sofern Führungspotenzial und politische Erfahrung vorhanden sind.» Wahlkampf in dieser Angelegenheit, so Blum, sei nicht zielführend für das Dorf. «Ich könnte meine Arbeit auch als Gemeinde-Vizepräsident gut weiter erledigen.»

Kontinuität gefragt

Ein Grund, weshalb sich der amtierende Vizepräsident Fulenbachs, Geschäftsführer/Geschäftsinhaber der pumag Consulting und Geschäftsführer des Verbands Solothurner Einwohnergemeinden als Gemeindepräsident Fulenbachs zur Verfügung stellt: «Ich bin überzeugt, dass die Gemeinde sich heute und in naher Zukunft mit Fragestellungen konfrontiert sieht, die eine gewisse Kontinuität erfordern. Beispiele: Mehrzweckhallenbedürfnisse, der neue Aareübergang Murgenthal-Fulenbach oder Herausforderungen, die sich allenfalls mit der Unternehmensteuerreform III ergeben.»

Seit Menschengedenken erstmals siehts so aus, als würde das höchste Amt in Fulenbach in freisinnige Hände fallen. «Parteipolitik hat in einem Dorf wie Fulenbach heute keine Bedeutung mehr», kommentiert Blum diesen Umstand.

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