Am 38. Excellent Cup, dem Hallenfussballturnier in der Stadthalle, kämpften 27 Mannschaften um den Pokal. Übrig blieben am Ende der Titelverteidiger FC Olten und Gastgeber FC Fortuna Olten. Vor dem grossen Final wurden die Zuschauer mit 73 Spielen à jeweils 11 Minuten verwöhnt. Mit dabei vor allem Klubs aus der näheren Region, aber auch vereinzelt aus den Kantonen Aargau und Basel-Land.

Bereits am Samstag wurden die ersten zwei Sechsergruppen ausgespielt. Das Viertliga-Team des FC Trimbach, dazu Brugg und Wangen qualifizierten sich in der Gruppe A für die Zwischenrunde. In der Gruppe B setzten sich Rüttenen, Fortuna Olten und Aarburg durch.

In der Zwischenrunde schaltete Fortuna Olten den FC Brugg aus, Wangen gewann gegen Rüttenen und Aarburg eliminierte die Reserven des FC Trimbach. Dass die drei Sieger am nächsten Tag ausgeruht in die Finalrunde steigen konnten, sollte sich übrigens nicht wirklich als Vorteil erweisen.

Derby in der Zwischenrunde

Der zweite Turniertag wartete als Fortsetzung mit drei Fünfergruppen auf. Die besten Zwei pro Gruppe blieben im Rennen um den Turniersieg. Die Drittliga-Equipe des FC Olten holte Platz eins in der Gruppe C, dahinter setzte sich Däniken-Gretzenbach dank des besseren Torverhältnisses gegen Bratstvo durch. Klarer wars in der Gruppe D.

Der FC Liestal und Trimbachs Zweitliga-Team gewannen je drei Spiele, spielten gegeneinander unentschieden und liessen den Türkischen FC Olten, Menzo Reinach und Frick deutlich hinter sich. Ohne Niederlage schnappte sich der SV Sissach in der Gruppe E den Spitzenplatz, Platz zwei ging an Egerkingen, hauchdünn vor dem FC Dulliken.

In der Zwischenrunde kams somit zum Derby zwischen Trimbach und Olten. Nach einem torlosen Unentschieden musste das Penaltyschiessen über das Weiterkommen entscheiden. Der spätere Finalist Olten behielt im siebten Versuch die besseren Nerven. Egerkingen zog mit einem 2:0-Sieg gegen Liestal ebenfalls in die Finalrunde ein, Sissach reichte ein 1:0 gegen den FC Däniken-Gretzenbach.

Für die Finalrunde wurden die sechs noch übrigen Sieganwärter noch einmal in zwei Gruppen eingeteilt. Gastgeber Fortuna Olten eröffnete die entscheidende Turnierphase mit einem Last-Minute-Sieg gegen Aarburg (1:0). Weil die ausgeruhten Aargauer danach auch den Egerkingern mit 0:1 unterlagen, entschied das dritte Spiel um den Einzug ins Endspiel. Trotz Chancenplus mussten sich die Egerkinger Gastgeber Fortuna Olten mit 0:2 geschlagen geben.

Auch in der zweiten Gruppe herrschte nach zwei Spielen eine Pattsituation. Olten und Sissach hatten sich gegen Wangen jeweils mit 2:0 durchgesetzt. Im Direktduell gegen Sissach avancierte Oltens Angreifer Xaver Meyer mit drei Toren zum Matchwinner und schoss sein Team damit ins Endspiel.

Nicht wirklich beliebt in solchen Situationen ist das Spiel um den dritten Schlussrang. Beiden Mannschaften fiel es ganz offensichtlich schwer, sich noch einmal zu motivieren. Am Ende «freuten» sich die Egerkinger über einen 3:1-Erfolg gegen den SV Sissach.

19:1-Torverhältnis

Um 17.52 Uhr, was exakt dem Zeitplan entsprach, wurde der Final des 38. Excellent Cup angepfiffen. Oltens Titelverteidigung oder ein Heimsieg für den Gastgeber Fortuna Olten; dies die zwei möglichen Spielausgänge. Die Würfel fielen zum Leid des Gastgebers bereits nach 97 Sekunden und dem 1:0 für den FC Olten, erzielt von Lino Meyer.

Keine zwei Minuten später legte das Team von Trainer Esat Brahimi nach und nahm Fortuna damit den Wind aus den Segeln. Am Ende wurde der Final noch zu einem Schaulaufen für die Oltner Equipe, die im April als Tabellendritter in die Rückrunde der 3. Liga starten wird. Gleich mit einem 5:0-Erfolg wiederholte der FC Olten seinen Turniersieg aus dem Vorjahr.

Die Titelverteidigung ist mehr als verdient. Die Oltner gewannen sieben ihrer acht Spiele, kassierten nur ein einziges Gegentor – in der Vorrunde gegen Däniken-Gretzenbach – und erzielten selber 19 Tore. Oltens «Zwöi» lieferte wahren Budenzauber ab.