Sterbehilfe
Exit sucht Bauland für ein Sterbehaus in Olten

Bis heute unterhält der Verein Exit Sterbezimmer in Basel und Zürich. Künftig soll nun auch in Olten ein Sterbezimmer situiert werden. Derzeit wird Bauland gesucht.

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Exit begleitete Menschen in den Freitod. (Symbolbild)

Exit begleitete Menschen in den Freitod. (Symbolbild)

Oliver Menge

Der Verein, gegründet zu Beginn der 1980er-Jahre, zählt derzeit rund 95 000 Mitglieder und hat sich zur Aufgabe gemacht, Menschen beim Freitod zu begleiten.

Das Angebot des Vereins wird zunehmend genutzt. Für Sterbewillige, die nicht zu Hause in den Freitod begleitet werden können, etwa Heimbewohner, unterhält der Verein Sterbezimmer.

Zwar würde das Sterbezimmer im Jahr nur von wenigen Personen genutzt, aber auch diese hätten einen Anspruch auf eine würdevolle und schöne Umgebung, so Exit-Geschäftsführer Bernhard Sutter gegenüber dem Regionaljournal Aargau/Solothurn von Radio SRF.

Bis heute unterhält Exit Sterbezimmer in Basel und Zürich. Künftig soll nun auch in Olten ein Sterbezimmer situiert werden, und zwar in einer Industrie- und Gewerbezone.

Mehrere Angebote erhalten

Olten wäre zentraler als Zürich und Basel gelegen. So begründet Sutter die Suche nach Bauland in der Dreitannenstadt. Gesucht wird die Immobilie via Inserat im eigenen, gleichnamigen Mitgliedermagazin. Eine Vermittlungsprovision wird in Aussicht gestellt. Exit beabsichtigt die Errichtung eines einstöckigen Gebäudes, in welchem das Sterbezimmer sowie zwei weitere Räume (je für Angehörige und Behörden) Platz finden. Rund 300 Quadratmeter wären dafür notwendig.

Gemäss Sutter soll der Verein bereits mehrere Angebote für Bauland erhalten haben. Allerdings entsprachen diese nicht den Anforderungen von Exit. So waren die angebotenen Grundstücke entweder zu gross oder aber in der Nachbarschaft zu lärmige Betriebe angesiedelt gewesen, die sich störend auf das Sterbezimmer hätten auswirken können.

Dennoch: Man suche gezielt nach einem Bauplatz in der Industrie- oder Gewerbezone, so Sutter weiter. Dies, weil die Sterbezimmer von Exit meistens in der Wohnzone auf geringe Akzeptanz in der Nachbarschaft stossen würden, wie der Geschäftsführer im Regionaljournal erklärte. (hub)

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