Zustupf in Corona-Zeiten

«Essen für Alle» verteilt in Olten in den nächsten Wochen Grundnahrungsmittel

Regionalleiterin Lisa Kesselring mit Waren.

Regionalleiterin Lisa Kesselring mit Waren.

Die Organisation «Essen für Alle» verteilt in Olten in den nächsten Wochen regelmässig Nahrungsmittel. Bis Ende Juli bekommen alle Personen, die Hilfe nötig haben, im Saal bei der Pauluskirche in Olten kostenlos Grundnahrungsmittel.

Hinter dieser Aktion steht die aus Zürich stammende Organisation Essen für Alle, die von dem aus Guinea stammenden abgewiesenen Flüchtling Amine Conde gegründet wurde. Die Hilfsgüter werden einerseits über Geldspenden finanziert, andererseits durch Sachspenden von Firmen, Lieferanten und private Spender.

Infolge der Coronakrise hat sich das Angebot von Zürich aus in sechs weitere Kantone ausgeweitet. In Olten wurden am Samstag zum zweiten Mal Waren an Bedürftige verteilt. Hinter der Verteilaktion in Olten steht Lisa Kesselring. Sie kennt den Initianten persönlich und wusste, dass die Organisation bereits Hilfsgüter in Asylzentren in den Kanton Solothurn liefert. Mit dem Angebot in Olten möchte Kesselring mit ihren Helferinnen und Helfern auch Personen ausserhalb der Asylzentren erreichen.

Die Organisatoren vertrauen den Kunden

Der Saal wurde von der reformierten Kirchgemeinde Olten kostenlos bis Ende Juli zur Verfügung gestellt. Bis dann werden die Hilfsgüter jeden Samstag zwischen 14.00 - 17.00 verteilt. Eine Einschränkung bei der Abgabe der Waren gibt es nicht. Die Personen müssen auch keinen Ausweis zeigen, tun das aber trotzdem unaufgefordert öfter.

Der ganze Ablauf, um die Hilfsgüter zu bekommen, wurde gemäss den entsprechenden Corona-Vorschriften eingerichtet. Das Angebot besteht aus Lebensmitteln wie Mehl, Zwiebeln, Spaghetti, Reis, Getränken, Öl, Kartoffeln und verschiedenen Produkten, die knapp vor dem Verfalldatum abgegeben werden; sie variieren je nach Lieferung.

Hat Lisa Kesselring keine Angst, dass ihr Angebot missbraucht wird? «Ich bin überzeugt, dass viele Leute zu stolz wären, um dieses Angebot zu nutzen», sagt die Regionalstellenleiterin, ausschliessen möchte sie es aber dennoch nicht.

Die Helferinnen und Helfer in Olten kommen aus der Umgebung, Kesselring selbst aus Subingen. Der Standort Olten wurde gewählt, weil es hier bestimmte Gruppen gibt, die Hilfe nötig haben, sagt sie. Die erste Verteilaktion war laut ihren Aussagen noch nicht so rege besucht, an diesem Samstag haben sich die Besucherzahlen aber bereits verdoppelt. Ein mehrsprachiger Flyer und Mund-zu-Mund-Propaganda sollen die Aktion in den nächsten Wochen bekannter machen.

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