Es wird weniger geschwänzt

Eine Auswertung ergibt: Die 40 Oltner Parlamentsmitglieder besuchten die Sitzungen in dieser Amtsperiode häufiger als in der vorherigen.

Cyrill Pürro
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Patrick Käser hat mit 80 Prozent die tiefste Anwesenheitsquote. Beat Felber weist eine Quote von 85 Prozent auf. Deny Sonderegger eine Quote von 85 Prozent. Christian Ginsig eine Quote von 86 Prozent.
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Patrick Käser hat mit 80 Prozent die tiefste Anwesenheitsquote. Beat Felber weist eine Quote von 85 Prozent auf. Deny Sonderegger eine Quote von 85 Prozent. Christian Ginsig eine Quote von 86 Prozent.
Patrick Käser hat mit 80 Prozent die tiefste Anwesenheitsquote. Beat Felber weist eine Quote von 85 Prozent auf. Deny Sonderegger eine Quote von 85 Prozent. Christian Ginsig eine Quote von 86 Prozent.
Patrick Käser hat mit 80 Prozent die tiefste Anwesenheitsquote. Beat Felber weist eine Quote von 85 Prozent auf. Deny Sonderegger eine Quote von 85 Prozent. Christian Ginsig eine Quote von 86 Prozent.

Patrick Käser hat mit 80 Prozent die tiefste Anwesenheitsquote. Beat Felber weist eine Quote von 85 Prozent auf. Deny Sonderegger eine Quote von 85 Prozent. Christian Ginsig eine Quote von 86 Prozent.

Bilder: zvg

Während der Amtsperiode 2013 bis 2017 fiel die Teilnahme an Parlamentssitzungen in Olten schlechter aus als in der bisherigen Legislatur 2017 bis 2021. Das ergibt eine Auswertung der Protokolle dieser Zeitung der 33 wieder antretenden Mitglieder (siehe Tabelle). Vom seit 2017 neu 40-köpfigen Parlament nahmen in dieser Legislatur im Durchschnitt fast 38 Personen teil. In der vorherigen Amtsperiode waren es 45 von damals noch 50 Mitgliedern im Gemeindeparlament. Die Anwesenheitsquote des Gesamtparlaments erhöhte sich also von 90 auf über 94 Prozent. Bei der letzten Auswertung lag die Anwesenheitsquote der Fraktion CVP, EVP und GLP und der SVP am tiefsten. Das ändert sich auch vier Jahren später nicht: Mit genau 94 Prozent besetzt die Mittefraktion den zweitletzten und die SVP mit 93,2 Prozent den letzten Platz. Spitzenreiter sind die Grünen mit 98,5 Prozent und die Fraktion SP/Junge SP mit 96,6 Prozent Anwesenheitsquote. Olten jetzt! weist eine Anwesenheitsquote von 95,6 Prozent auf. Die Quote der FDP stieg massiv: In der vorherigen Legislatur wies die Partei eine Anwesenheitsquote von 87 Prozent auf, jetzt sind es 95,1 Prozent.

Auch wenn die Anwesenheitsquote im Vergleich zur Legislatur von 2013 bis 2017 steigt, tanzen auch in der diesjährigen Auswertung Politikerinnen und Politiker aus der Reihe. Das Schlusslicht bildet SVP-Mitglied Patrick Käser. Zu einem grossen Teil hat Käsers Abwesenheit mit seiner späten Vereidigung am 18. November 2020 zu tun. Den einen von fünf möglichen Terminen konnte er aufgrund eines Engpasses bei der Arbeit nicht wahrnehmen. «Im Betrieb herrscht zurzeit Feuer unter dem Dach», sagt er auf Anfrage. Ihm folgen Deny Sonderegger (FDP), Beat Felber (CVP) und Christian Ginsig (GLP).

Bei den drei Parlamentariern sind gesundheitliche Umstände für ihr Fernbleiben verantwortlich, wie Nachfragen ergeben. «Ich konnte an manchen Sitzungen krankheitshalber nicht teilnehmen, ein anderes Mal schickte mich die SwissCovid-App in Quarantäne», sagt Sonderegger. Zudem seien die Sitzungen des Öfteren mit anderen Terminen kollidiert. Auch Beat Felber und Christian Ginsig mussten vermehrt aus gesundheitlichen Gründen passen. Felbers Absenzen waren zum einen krankheitsbedingt, zum anderen gab es auch Terminkollisionen, wie er auf Anfrage bekannt gibt. Ginsig erklärt wiederum, dass er während der Legislatur eine schwere Corona-Erkrankung erlitt.

Eine der Spitzenplätze eroberte Muriel Jeisy-Strub (CVP). In der vorherigen Legislatur betrug ihre Anwesenheitsquote 83 Prozent, nun steht sie bei 100 Prozent. «In der vorherigen Legislatur wurde ich zu einem ungünstigen Zeitpunkt Mutter. Beim zweiten Kind konnte ich dank Unterstützung meiner Eltern im Nebenraum stets an den Sitzungen teilnehmen», erklärt Jeisy auf Anfrage.

Im Parteienvergleich belegen die Grünen mit über 98 Prozent Anwesenheit die Spitze der Liste. Zwei von vier Personen haben alle möglichen Sitzungen besucht. «Wir sind Streber», sagt Parteipräsidentin Myriam Frey Schär mit einem Lachen. Sie erklärt, dass Verpflichtungen von allen Mitgliedern der Partei ernst genommen würden. Die hohe Teilnahme der Grünen sei auch auf die Hemmschwelle zurückzuführen, bei Sitzungen zu fehlen. Denn bei Abwesenheiten müssten Kolleginnen und Kollegen die Geschäfte der anderen übernehmen.