Olten
Es soll zweite Auflage des International Photo Festival geben

Initiator Marco Grob ist nach dem ersten Photo Festival in Olten zufrieden und denkt über eine zweite Auflage im nächsten oder übernächsten Jahr nach.

Fabian Muster
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Eröffnung Photofestival Olten Pop-Up-Ausstellung mit Marco Grob Eröffnung Photofestival Olten Pop-Up-Ausstellung mit Marco Grob
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Eröffnung Photofestival Olten Pop-Up-Ausstellung mit Marco Grob Eröffnung Photofestival Olten Pop-Up-Ausstellung mit Marco Grob
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 Initiant Marco Grob, Magdalena Herrera (Bilddirektorin des französischen GEO-Magazins), Lars Boering (Generaldirektor der Organisation World Press Photo) und Dorothee Messmer (Direktorin Kunstmuseum) vor dem berühmten Bild von Fotograf Nick Ut (v.l.n.r.).
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 Direktorin des Kunstmuesums Dorothee Messmer mit Marco Grob.
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 Besucher vor Marco Grobs Fotografie von Geisha aus dem Film «Ghost in The Shell».
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 Kuratorin Katja Herlach (links) mit Dorothee Messmer und Marco Grob.
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 Marco Grob (rechts) mit Lars Boering und Magdalena Herrera im Gespräch.
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 Fotograf Dan Winters (rechts) an der Vernissage der Pop-Up-Ausstellung am Photofestival Olten.

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Bruno Kissling

Wenn Initiant Marco Grob über das International Photo Festival spricht, das vergangenes Wochenende erstmals in Olten stattfand, wird er emotional: Es sei «überwältigend» gewesen, ein «Highlight der eigenen Karriere». Das Treffen mit den hochkarätigen Freunden aus der Fotografieszene sei ums Publikum erweitert worden. Dieses sei sehr «sophisticated» gewesen, wie sich der in New York lebende Oltner Fotograf ausdrückt. Also «gebildet» und «kultiviert». Man hätte in der Provinzstadt Olten nichts Provinzielles an den Leuten gespürt, so Grob weiter.

In der Vario Bar, dem Treffpunkt nach den zahlreichen Seminaren und Referaten, hätten sich Besucher und Fotografen vermischt und miteinander diskutiert. «Es war mir wichtig, dass die Fotografen happy waren.» Ein Zeichen, dass dem so war: Pulitzer-Preisträger Nick Ut, der erstmals für das Photo Festival in der Schweiz weilte, verschob seinen Rückflug in die USA um einen Tag.

Die Idee, das Festival in Olten zu veranstalten, sei voll aufgegangen. «In einer Grossstadt wäre dies anders gewesen», sagt Grob. In London etwa hätten die Besucher getratscht und das Lokal dann verlassen. Auch mit dem Ticketverkauf sei er unter den gegeben Umständen – geringe Vorlaufzeit und kaum Werbung – zufrieden. Zwei von drei Vortragsabende im Stadttheater waren fast ausverkauft. Auch die zahlreichen Seminare und Workshops seien gut besucht gewesen. Rund 2700 Tickets wurden an den drei Tagen verkauft.

Neben Leuten aus Zürich hätte es auch Besucher aus Deutschland und England gehabt, die dank Social Media auf das Festival aufmerksam wurden. Etwas vermisst hat Grob die Oltner Fotoszene, etwa an den Portfolio Reviews, wo man seine eigenen Fotos von den Stars beurteilen lassen konnte.

2000 Besucher im Kunstmuseum

Für Grob ist bereits jetzt klar, dass es eine zweite Auflage des Festivals geben soll. Ob nächstes oder übernächstes Jahr, ist indes noch nicht klar. «Wir haben noch ein paar Leute im Köcher, um die Besucher zu inspirieren.» Er könnte sich sogar vorstellen, die Sache zu institutionalisieren. «Wenn wirs richtig machen, haben wir vielleicht mal ein Büro mit zwei Vollzeitangestellten hier», sagt Grob und zieht das Montreux Jazz Festival als Vergleich heran, das auch mal klein angefangen hat.

Ebenfalls zufrieden zeigen sich die Verantwortlichen des Kunstmuseums Olten, in welchem während des Photo Festival eigens eine Pop-up-Ausstellung mit rund 40 Fotos der anwesenden Künstler aufgebaut wurde. Man zählte knapp 2000 Besucher, wie Direktorin Dorothee Messmer auf Anfrage sagt. «Das ist ein schöner Erfolg.» Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr verbuchte das an der Kirchgasse gelegene Haus rund 8000 Eintritte.

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