Olten

Es droht ein Eigengoal: Die Linken könnten Idee der grossen Listenverbindung kopieren

Kopieren die linken Parteien die Idee der Bürgerlichen mit der grossen Listenverbindung? (Themenbild)

Kopieren die linken Parteien die Idee der Bürgerlichen mit der grossen Listenverbindung? (Themenbild)

Statt zum Vorteil könnten den Bürgerlichen die Idee zur grossen Listenverbindung am Schluss zum Nachteil gereichen: Nämlich dann, wenn die Linken die Idee kopieren und das eigene angestrebte Päckli überhaupt nicht zustande kommt.

Die ursprünglich beabsichtige grosse Listenverbindung zwischen allen fünf bürgerlichen Parteien, um die Mehrheit im Oltner Gemeindeparlament zurückzugewinnen, kommt so nicht zustande. Noch vor dem öffentlichen Bekanntwerden des Schulterschlusses geht die EVP von Bord. Am Dienstagabend folgte die GLP nach dem Njet der Parteibasis. In beiden Fällen konnten die Mitglieder der Kleinparteien, die je einen Sitz im 40-köpfigen Gemeindeparlament halten, die eigenen Grundwerte im grossen Verbund kaum wiedererkennen.

Am Mittwochabend hat die SVP nun die Hand den beiden verbliebenen bürgerlichen Partnern ausgestreckt: Die Volkspartei will auch ohne GLP eine Listenverbindung mit der FDP und der CVP eingehen. Bei letztgenannter Partei sieht es aber unter der neuen Ausgangslage nicht so aus, als ob ein Schulterschluss noch zustande käme. Bei der FDP ihrerseits ist offen, ob ihre Mitglieder bereit wären, trotz Vorbehalte gegenüber der SVP, die von der Volkspartei ausgestreckte Hand anzunehmen.

Dazu kommt: Die Linken könnten die Lunte gerochen haben: Traditionellerweise gehen SP und Grüne eine Listenverbindung ein. Käme mit Olten jetzt! die dritte Linkspartei dazu, hätten die Bürgerlichen einen noch schwereren Stand bei den nächsten Wahlen. Ihnen droht das klassische Eigengoal: Eine gute Idee wird kopiert und gereichte ihnen zum Nachteil.

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