Die Poetry-Slam-Trilogie ist ins neue Jahr gestartet. Das Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Schützi wurde bereits durch die Band The Human Jukebox gut in Stimmung gebracht. Danach erlebte Olten ein äusserst breites und qualitativ hochstehendes Teilnehmerfeld von Bühnenpoetinnen und -poeten. Die Finalrunde machten die drei Künstlerinnen aus Deutschland unter sich aus und zum ersten Mal endete ein Oltner Slam mit einem Doppelsieg. Es gewannen Marvin Suckut aus Konstanz und Fee aus Berlin.

Wie vielseitig Poetry Slam sein kann, bewies dieser Abend bestens und erfreute das Publikum sichtlich. Mit einem ruhigen und gefühlvollen Text von Sarah Altenaichinger ging es los und direkt danach berührte der letztjährige Trilogiesieger Joel Perrin das Publikum mit einem Text über Suizid und traditionelle Werte. Es entstand dabei eine magische, ruhige Stimmung, der Text wurde mit grossem Applaus belohnt.

Es folgten humorvolle, persönliche wie auch gesellschaftskritische Texte in Mundart oder Hochdeutsch in einer vielfältigen Mischung. Sowohl Poesie wie auch klassisches Storytelling wurden eingesetzt und das Publikum hing den Poetinnen und Poeten an den Lippen. Gekonnt führten Fabi N. Käppeli und Kilian Ziegler durch den Abend und überzeugten mit ihrer Lockerheit und Souveränität. Die Spannung blieb bis zum letzten Poeten der Vorrunde erhalten.

Der Gewinner vom November-Slam, Nik Salsflausen, zog vom zehnten Startplatz als dritter Poet ins Finale ein und musste sich dieses Mal gegen den ebenfalls aus Konstanz stammenden Marvin Suckut und die Berlinerin Fee geschlagen geben. Das Publikum wollte sich nicht zwischen Fee und Suckut entscheiden und so einigte sich das Moderatorenduo auf einen Doppelsieg. Da im März alle bisherigen Finalisten wieder dabei sind und auch bereits weitere, herausragende Poetinnen angemeldet sind, kann sich Olten auf einen spannenden Trilogieabschluss freuen. (mgt)