Olten
Er lanciert einen Monatskalender aus Liebe zur Stadt Olten

Bald soll erstmals ein Monatskalender mit Aufnahmen aus Olten erscheinen. Vom Verkaufserlös profitiert, wer zur Lebendigkeit der Stadt beiträgt.

Isabel Hempen
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Diese Aufnahme vom Sälischlössli ist ein mögliches Foto für den neu entstehenden Oltner Kalender.

Diese Aufnahme vom Sälischlössli ist ein mögliches Foto für den neu entstehenden Oltner Kalender.

Tobias Oetiker

Wer sich auf Facebook der «Gruppe Olten» angeschlossen hat, weiss es vielleicht schon: 2017 soll erstmals der «Oltner Kalender» erscheinen – ein doppelseitig bedruckter Monatskalender im A3-Format, der 26 Aufnahmen in und um Olten zeigt. Die Idee stammt von Tobias Oetiker.

Der 47-Jährige ist Softwareentwickler mit eigener Firma und selbst passionierter Hobbyfotograf. Seit Jahren schon verschenkt er Freunden und Kunden zum Jahresanfang einen Kalender mit selbst geschossenen Bildern. Dass nun ein Kalender für die ganze Stadt entstehen soll, ist jedoch mehr als Liebhaberei. Denn Oetiker schätzt Olten als lebenswerte Stadt, in der etwas los ist. Nur: «Olten hat nicht mehr so viel Geld, und diverse Subventionen wurden zurückgefahren vonseiten der Stadt», sagt er. Weshalb ihm der Gedanke kam, dass man Organisationen, die in der Stadt aktiv sind, auch in privater Initiative unterstützen könnte.

Eben mit einem Kalender für und von Olten. Der Erlös soll direkt an jene Oltner Organisationen fliessen, die sich im Vorfeld dafür beworben haben. Das sind aktuell die Bar Coq d’Or, die Pfadi Olten und die Guggemusig Müüs. Oetiker hofft aber auf weitere Anmeldungen. Sein Projekt hat er deshalb auf Facebook vorgestellt. Und er hat die Website www.oltner-kalender.ch erstellt. Über einen Link kann jede Organisation finanzielle Unterstützung beantragen. Einzige Bedingung: Sie soll aktiv etwas zum Leben in der Stadt beitragen.

Gute Aufnahmen gesucht

Den Kalender kreiert Oetiker jedoch nicht in Eigenregie. Ganz Olten soll sich beteiligen können. Wer gute Aufnahmen von der Stadt gemacht hat, kann diese über die Website hochladen. Die eingereichten Fotos präsentiert Oetiker auf Facebook. Anhand der «Likes» wird Oetiker gemeinsam mit dem Fotografen Florian Amoser und Kurt Schibler, dem ehemaligen Chefredaktor des Oltner Tagblatts, entscheiden, welche Bilder für den Kalender berücksichtigt werden. Eine weitere Voraussetzung ist natürlich die Qualität der Bilder: mindestens 12 Megapixel, besser noch deren 20.

Bis Ende September können noch Bilder eingereicht werden, dann möchte Oetiker eine Auswahl treffen. Rund fünfzig Aufnahmen hat er bereits erhalten: «Was noch fehlt sind Natur-, Winter- und Frühlingsaufnahmen», so Oetiker. Der Kalender soll Jahreszeiten gerecht gestaltet werden. Mit dem Hochladen der Fotos geben die Urheber das Recht an ihren Bildern ab, betont Oetiker. Die Fotografen werden jedoch im Kalender vorgestellt. Oetiker selbst verdient an den verkauften Exemplaren nichts. Einzig die von ihm finanzierten Produktionskosten von rund 10 Franken pro Stück zieht er vom Erlös ab.

Ab Mitte Oktober soll der Kalender zu 50 Franken plus Versandkosten erhältlich sein. Wer ihn über die Website bestellt, kann gleichzeitig angegeben, welche Organisationen von den Einnahmen profitieren sollen. Tobias Oetiker hofft, dass er sich gut verkaufen wird. Und er ist überzeugt: «Er wird sicher attraktiv. Hochqualitativ, in der Art der früheren Swissair-Kalender.» Das Ziel sei, dass der Kalender jährlich erscheine. «Es wäre schön, wenn der Oltner Kalender zu einer Institution würde», meint Oetiker.

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