Olten
Elektrozaun: Nachbarn werfen dem ehemaligen Pfarrer Tierquälerei vor

Rund um sein Haus hat der ehemalige reformierte Pfarrer Oltens einen Elektrozaun gezogen. Seine Nachbarn stören sich aber an diesem Zaun. Sie sehen darin eine Gefahr für die Tiere und bezeichnen den Zaun schlicht als Folter für die Tiere.

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Nach dem Gesetz der Stadt Olten ist an dem Elektrozaun nichts auszusetzen.

Nach dem Gesetz der Stadt Olten ist an dem Elektrozaun nichts auszusetzen.

Tele M1

Der ehemalige reformierte Pfarrer Oltens Werner von Wartburg hat seit gut vier Jahren einen Elektrozaun rund um sein Grundstück gespannt. Dieser soll Katzen und andere unerwünschte Tiere von seinem Garten fernhalten. In der Nachbarschaft stört man sich jedoch an diesem Zaun und betrachtet ihn als eine Gefahr für die Tiere.

«Durch das Verkrampfen der Muskeln kann das Tier den Zaun nicht mehr loslassen und wird durch den Elektrostoss langsam getötet», meint Jörg Känzig, der täglich am betroffenen Grundstück vorbeigeht, gegenüber «TeleM1».

Auch bei Armin Müller, einem Nachbarn des ehemaligen Pfarrer stösst der Elektrozaun auf Unverständnis. Dieser kritisiert, dass der Zaun mit 12 Zentimetern viel zu niedrig sei. So könne nicht einmal ein Igel unter dem Zaun durch kriechen, ohne einen schmerzhaften Stromschlag zu erhalten.

Der Zaun zeigt Wirkung

Wartburg nimmt seinen Elektrozaun in Schutz: «Wir haben auch sehr viele Marder, die sind nachtaktiv und kommen meist erst um Mitternacht. So etwas ist lästig, wenn man einen schönen Garten haben möchte». Da der Zaun Wirkung zeige, habe er nicht vor, diesen wieder abzubauen.

Den Vorwurf, dass der Zaun Tierquälerei sei, lehnt er ab. Er selbst habe den Zaun auch schon angefasst. Es gebe ein leichtes Zwicken, aber das sei alles. Für seine Gartenarbeiten schalte er den Zaun gar nicht aus.

Nach dem Gesetz der Stadt Olten ist der Elektrozaun mit Niederspannung erlaubt. Sollte sich aber ein Tier oder ein Mensch durch den Zaun verletzen, würde die Haftung beim ehemaligen Pfarrer liegen. (jvi)