Christkatholiken der Region Olten

Eklat an Gemeindeversammlung: Gesamter Kirchgemeinderat tritt per sofort zurück

Pfarrer Kai Fehringer (rechts im Bild) vereidigt den christkatholischen Kirchgemeinderat in der Stadtkirche mit dem Vizepräsidenten Beat Wyttenbach (2. von links) und dem damals amtierenden Präsidenten Kurt Stutz (2. von rechts). (Archiv)

Pfarrer Kai Fehringer (rechts im Bild) vereidigt den christkatholischen Kirchgemeinderat in der Stadtkirche mit dem Vizepräsidenten Beat Wyttenbach (2. von links) und dem damals amtierenden Präsidenten Kurt Stutz (2. von rechts). (Archiv)

Die christkatholische Kirchgemeinde der Region Olten steht seit Mittwochabend ohne Führung da. Der Grund dafür ist der Konflikt mit dem Pfarrer.

Bei der christkatholischen Kirchgemeinde der Region Olten war am Mittwochabend von Anfang an der Wurm drin: Zuerst vergass Interimspräsident Beat Wyttenbach festzustellen, wie viele Stimmberechtigte überhaupt an der Gemeindeversammlung teilnahmen – es waren deren 76. Dann musste eine Abstimmung über die Lohnerhöhung des Pfarrers Kai Fehringer auf Antrag eines Anwesenden wiederholt werden – weil der Betroffene nicht in den Ausstand trat und selbst über seine Gehaltssteigerung von 2000 Franken pro Jahr mitbestimmte. Und schliesslich kam es nach rund eineinhalb Stunden zum Eklat: Nach knapp zehnminütiger Beratungszeit traten alle fünf Kirchgemeinderatsmitglieder per sofort von ihren Ämtern zurück. Die Gemeindeversammlung wurde abgebrochen, das Traktandum Verschiedenes entfiel.

Der Hauptgrund für den sofortigen Rücktritt des Gremiums ist der schon seit Monaten schwelende Konflikt zwischen Kirchgemeinderat und Pfarrer. Bereits im Juli dieses Jahres hatte dies dazu geführt, dass der damals amtierende Kirchgemeindepräsident Kurt Stutz per sofort zurückgetreten war.

Die Christkatholische Gemeinde mit ihren rund 500 Seelen steht nach dem Mittwochabend ohne politische Führung da und ist somit handlungsunfähig. In solchen Fällen schreitet üblicherweise der Kanton ein: Der Regierungsrat setzt einen Sachwalter ein, der die Geschäfte übernimmt, bis wieder genügend Leute für eine funktionsfähige Exekutive gefunden sind.

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