Seine Eckwerte sind doch beeindruckend: 6,5 Tonnen schwer, anthrazitfarben aus Beton gegossen und 120 000 Franken teuer. Die Rede ist vom neuen Brunnen auf der Kirchgasse Olten, dessen gestrige Ankunft von zahlreichen Kiebitzen begleitet wurde. Entworfen wurde der Brunnen von Toni Weber (Landschaftsarchitekturbüro w+s; Solothurn), die Betongiessschalung besorgte die Firma Ingold, Modellbau, Olten, während die Firma K. Studer im aargauischen Frick für Guss und die Politur verantwortlich zeichnete.

Handarbeit spielte beim gesamten Entwicklung- und Realisationsprozess keine grosse Rolle mehr, wie die Fachleute meinten. «Das würde rein zeitlich auch gar nicht drinliegen», so deren einstimmiger Tenor.

Auftrag erging im April

Seit April haben die Fachleute am Projekt gearbeitet, nun das Werk zur Vollendung gebracht. Der Brunnen mit dem zünftigen Eigengewicht wird nicht fest mit der Auflagefläche verbunden, sondern mit drei in den Boden eingelassenen Bolzen zur Sicherheit stabilisiert. «Für den Fall, dass mal einer mit Traktor oder Transporter dagegen stösst», so die offizielle Begründung dieser kleinen Sicherungsmassnahme, die beim Platzieren des eleganten Trogs schliesslich doch noch Millimeterarbeit erforderlich machte, wurde der Brunnen doch am Kranhaken hängend über die drei Bolzen gestülpt.

Einen Namen hat der neue Brunnen an der Kirchgasse im Übrigen noch nicht. Und vielleicht bleibt er auch namenlos. Was weiter wohl auch nicht schlimm wäre. Sein gemütliches Plätschern wird den meisten Nutzern der neuen Kirchgasse vielleicht schon genügen.