Ohne Bertrand Piccards Leistung schmälern zu wollen: Mit seiner Solar Impulse brauchte er über ein Jahr, um den ganzen Erdball zu umrunden. Die Besucherinnen und Besucher schafften dies am Streetfood-festival in wenigen Stunden. Das herrliche Sommerwetter sorgte am Freitagabend dafür, dass schon kurz nach sechs Uhr auf der Kirchgasse ein grosses Gedränge herrschte. Dies tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch, gab es doch vieles zu geniessen. Kühle Getränke und kalte und warme Speisen fanden ihren Weg über die Theken.

Schon nur die Namen aller gebotenen Köstlichkeiten würden den gesetzten Rahmen dieses Berichtes sprengen. Burger in allen Variationen, Kaiserschmarrn, Gelatis in allen Farben, Okanomiyaki aus Ja-pan. Spätestens hier tut sich einem die Bedeutung von «Die Qual der Wahl haben» auf. Aber nicht nur die Augen waren herausgefordert. Der Fotograf suchte an seinem Apparat vergeblich die Geruchstaste. Bereits durch die Hauptgasse wehten Düfte, die einen in ferne Welten entführten: Europa, Asien oder Afrika.

So konnte man beispielsweise leckere Sujaspiesse aus Nigeria geniessen, deren Zubereitungsweise ein Spektakel für die Augen boten. Die Köstlich-keit wird indirekt grilliert und dabei immer wieder mit Oel besprayt, sodass die Flammen hoch auflodern. Der Betreiber des Standes, Olufemi Osho, macht dies tanzend in traditioneller afrikanischer Kleidung.

Krokodilburger aus Australien gefällig? Oder doch ein Raclette aus der Schweiz? Und warum nicht ein Bigos aus Polen. Kulinarisch steht es zwischen den beiden Ländern unentschieden. Im Achtelfinale hatten die Polen die Nase vorn.   

Und wenn wir schon beim Fussball sind: An der EM sind sie, zum Leidwesen vieler Fans, nicht dabei. In Olten punkteten die Holländer aber mit feinen Pommes Frites mit leckerer Mayonnaise Und natürlich wurden die Fussballfans nicht vergessen. Im Festzelt wurden drei grosse Fernseher montiert. Man wolle damit nicht das Public Viewing in der Schützi konkurrieren, aber den Gourmets die Gelegenheit bieten, Food und Foot(ball) zu kombinieren.

Wenn man von Sushi spricht, denkt man an Fisch. Sushi geht aber auch vegan. Und zwar mit Tofu, Buchweizen oder Linsen anstelle von Fisch. Und Kartoffelchips können auch mittels Bohrmaschine hergestellt wer-den. Selbst Erwachsene staunten ob dem Gebotenen wie Kinder. Ein Kaffeestand zeigte sich topaktuell. «Egal ob Brexit oder nicht – Unser Kaffee kommt sowieso aus Brasil, Honduras, …».

Am Samstag wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen. Sibylle Peyer, Betreiberin des Standes Foodbags, zeigte sich sehr zufrieden. «Unser gesundes Fastfood findet grossen Anklang.». Auch das lokale Gewerbe machte mit. Urs Bütler, Buchhändler, stellte Sitzgelegenheiten und Tische zur Verfügung. Einzige Bedingung: Die Getränke mussten bei ihm bezogen werden. Ein Konzept, das auf viel Begeisterung stiess. Bis Mitternacht arbeiteten Bütler und sein Team. Ein Stand war-tete mit einer speziellen Kom-bination auf. Michael Kopp bietet neben Currywurst auch Jiaozi, Dumplings aus Taiwan an. «Die Leute finden es witzig und mögen es.».