Alles an Kraft hat sie aufgeboten, die parteiinterne Findungsgruppe der SVP, die nach möglichen Kandidaten fürs Oltner Gemeindeparlament suchte. Nun liegen die Früchte dieser Anstrengungen auf dem Tisch. «Eine breite Kandidatenpalette», nannte Parteipräsident Philippe Ruf die Auswahl.

Die Nomination der elf Kandidierenden (Charlotte Kanzso, Doris Känzig, Marta Dobay-Fricsay, Franziska Erzinger, Ernst Eggmann, Christian Werner, Matthias Borner, Philippe Ruf, Dennis Gungon, Christian Dietschi und Toni Brügger) – sinnigerweise im Parlamentssaal vorgenommen – erfolgte nach einer kurzen Vorstellungsrunde einstimmig.

Ebenso erteilte die Versammlung dem Parteivorstand die Kompetenz, weiterhin in Eigenregie Personen nachnominieren und allenfalls Listenverbindungen eingehen zu können.

Die politische Stossrichtung des Kandidatenreigens ist mehr oder weniger einhellig und wenig überraschend: weniger Stadt, weniger Ausgaben, Leistungen der sozialen Wohlfahrt an Bedingungen knüpfen. Mit dieser Programmatik hofft die Partei, im von 50 auf 40 Sitze verringerten Parlament zumindest die Position halten wenn nicht gar leicht ausbauen zu können.

Stadtratskandidatur noch offen

Hinsichtlich einer Stadtratskandidatur machte Ruf klar: «Aktuell ist es noch zu früh, über eine Kandidatur zu sprechen. Aber entsprechende Abklärungen sind am Laufen.»

Der zweite Teil der Veranstaltung gehörte dem Solothurner SVP-Nationalrat Christian Imark, der für ein Nein zur sogenannten Atomausstiegsinitiative warb, deren Ziele er als «unökonomisch» brandmarkte.

Die Initiative sorge keineswegs für einen geordneten Ausstieg; im Gegenteil: sie hinterlasse Stromlücken, die durch erneuerbare Energien nicht zu decken seien und volkswirtschaftlich Schäden epochalen Ausmasses bedeuten würden.