Hans Hohler

Ein verdienter Oltner ist gestorben

Hans Hohler. (Archiv)

Hans Hohler. (Archiv)

Hans Hohler verstarb 20 Monate nach seinem 100. Geburtstag.

Am 11. November 2015 konnte er noch in bewundernswerter Lebendigkeit seinen 100. Geburtstag feiern, jetzt ist er tot: Hans Hohler, ein verdienter Oltner. Sein Lebenswerk ist sehr vielfältig und umfasst unter anderem folgende Mosaiksteine: Primarlehrer, Sekundarlehrer, Theatermann, schriftstellerische Arbeiten und redaktionelle Mitarbeit beim Schulblatt AG/SO, über drei Jahrzehnte Präsident der hiesigen Theaterkommission, Aktuar und später Präsident der christkatholischen Kirchgemeinde.

Dass der aus Rheinfelden im Fricktal stammende Hans Hohler 1947 definitiv nach Olten zog, lag an der Tatsache, dass er hier eine Lehrerstelle antrat. Nein, er habe diese Wahl nie bereut, erklärte er einst auf eine entsprechende Frage. Und dass er Olten als Wirkungsort nicht als die einsame Insel empfand, davon hat der Verstorbene durch seine Engagements Zeugnis abgelegt.

Die Stadt Olten hat ihm sein Engagement gedankt. Hans Hohler ist mehrfacher Preisträger: 1978 erhielt er den Preis der Stiftung Pro Olten «für hohe Verdienste um Olten», 1995 kam der städtische Anerkennungspreis hinzu. 1986 hatte er gar den Kulturpreis des Kantons verliehen bekommen. Zu seinem 100. Geburtstag stellte der Oltner Stadtpräsident Martin Wey fest: «Hans Hohler hat sich in Olten stark ins gesellschaftliche Leben eingebracht.»

Auf die Frage, worauf er seine bewundernswerte Vitalität bis ins hohe Alter zurückführe, antwortete Hans Hohler einst gegenüber dem Oltner Tagblatt: «Vielleicht ist es meine natürliche Neugierde auf das Leben und die Menschen.» Schwer zu schaffen machte ihm 2011 der Tod seiner Gemahlin Ruth, mit der er 70 Jahre verheiratet war. Dazu zitiert ihn sein Enkel Lukas, Sohn von Schriftsteller Franz Hohler, in den Oltner Neujahrsblättern 2016: «Wir haben viel gemeinsam unternommen und uns gegenseitig unterstützt. Jetzt bin ich allein und vermisse unsere Gespräche.»

Im gleichen Beitrag sagt Hans Hohler: «Ich weiss, dass ich gegen den Friedhof zugehe; bin eigentlich ganz zufrieden, habe keine grossen Pläne oder Absichten mehr.» Und weiter: «Ich denke, man lebt irgendwie in den Erinnerungen der anderen Menschen weiter.» Dem ist so.

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