Staatsanwaltschaft

Ein Verdächtiger im Mordfall Dulliken/Olten aus der U-Haft entlassen

Einer der Verdächtigen sitzt och im Untersuchungsgefängnis.

Neue Entwicklung in zwei Tötungsdelikten von Dulliken und Olten: Der eine von zwei tatverdächtigen Serben, die im Dezember 2012 - fast 20 Jahre nach den Taten - festgenommen worden waren, befindet sich wieder auf freiem Fuss.

Der zweite Verdächtige sitzt immer noch in Untersuchungshaft. Dies bestätigt auf Anfrage Sabine Husi, stellvertretende Solothurner Oberstaatsanwältin.

Die beiden Männer, heute 61- und 49-jährig, werden verdächtigt, am 1. August 1993 in Dulliken einen Rentner überfallen und tödlich verletzt zu haben. Ebenso sollen sie für eine Brandstiftung mit Todesfolge in Olten im Dezember 1994 verantwortlich sein.

Obergericht hiess Beschwerde gut

Zwar habe das Haftgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft auch für den zweiten Verdächtigen die Fortsetzung der Untersuchungshaft angeordnet, hält Sabine Husi fest. Dagegen habe der Mann jedoch Beschwerde erhoben. Und: «Das Obergericht hiess die Beschwerde gut und verfügte die Haftentlassung des Beschuldigten», weil die Voraussetzungen für die Untersuchungshaft nicht erfüllt seien.

Aus Rücksicht auf die Ermittlungen will die Staatsanwaltschaft keine näheren Auskünfte geben. Immerhin sei zu beachten, «dass die noch andauernde Untersuchungshaft für den einen Tatverdächtigen unter anderem mit Kollusionsgefahr begründet» sei. Die Untersuchung wird gemäss Husi «noch einige Zeit in Anspruch nehmen». (ums.)

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