Olten
Ein Übungs-Einsatz gegen Wetter und Dunkelheit

Die First-Responder- Gruppe der Feuerwehr Olten übte zusammen mit ihren Partnerorganisationen einen Einsatz.

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Die Gruppe der First Responders der Feuerwehr Olten im Übungseinsatz. ZVG

Die Gruppe der First Responders der Feuerwehr Olten im Übungseinsatz. ZVG

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Die 1149 Hektaren des Oltner Stadtgebiets und somit Einsatzgebiets der Feuerwehr Olten umfassen nebst Hügeln und Bergzonen des Juras auch 457 Hektaren Wald. Kommen zu diesen geografischen Gegebenheiten noch Dunkelheit und Kälte dazu, ergibt sich für einen Menschen in Notlage und dessen Retter schnell eine knifflige und lebensbedrohliche Lage.

Am Montag, 10. Oktober, übte die First-Responder-Gruppe der Feuerwehr Olten gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen einen solchen Einsatz. Die Gruppe der First Responder besteht mehrheitlich aus Offizieren und Kadern.

Hauptziel der Einsatzübung war es, die Kommunikation sowie die Koordination auf dem Schadenplatz zu überprüfen. Neben der Feuerwehr Olten nahmen an dieser Einsatzübung die Kantonspolizei Solothurn, der Rettungsdienst des Kantonsspitals Basel-Land sowie ein Rettungsspezialist Helikopter der Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Zürich teil.

Anspruchsvolle Hindernisse

Die Alarmierung führte die Rettungskräfte um 19.01 Uhr ins Gebiet des Steinbruches am Born zu einem schwer verunfallten Geo-Cacher. Der Notruf wurde von einer Wanderin durch die Alarmierungs-App der Rega abgesetzt.

Die erste Hürde der Feuerwehr Olten sowie der Patrouille der Kantonspolizei bestand darin, anhand von Koordinaten und Beschreibungen der Wanderin den entsprechenden Einsatzort zu finden. Dies gelang den Rettern in kurzer Zeit. Am Einsatzort begannen die Einsatzkräfte sofort mit der Erstversorgung des Patienten.

Dieser war nach einem Sturz vom Hang im Bachbett von einem Pfahl aufgespiesst worden. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei gelang es, den Rettungsdienst innert kürzester Zeit ebenfalls zum Verunfallten zu lotsen. Aufgrund einsetzender Dunkelheit und dichter Bewaldung war ein Windeneinsatz der Rega nicht möglich, sodass sich der Rettungsspezialist Helikopter vom Zwischenlandeplatz her zu Fuss auf den Weg machte.

Zufriedene Übungsleitung

Organisation, Betreuung, Bergung und Heranschaffen von Material in diesem schwierigen Gelände forderte von jedem Teilnehmer sehr viel ab, da sämtliches benötigtes Material in der Dunkelheit einige hundert Meter im unwegsamen Gelände zu Fuss transportiert werden musste.

Improvisationsvermögen war an diesem Abend von allen Organisationen gefragt, sei es bei der Befreiung von der Pfählungsverletzung, bei der technischen Bergung mittels Rettungswanne im steilen Gelände oder beim Abtransport zum einige Dutzend Meter entfernten Rettungswagen.

Nach knapp zwei Stunden war es endlich geschafft und der Patient konnte zum weiteren Transport zum RegaHelikopter in den Rettungswagen verladen werden.

Die Übungsleitung beobachte das Geschehen sehr aufmerksam und konnte anschliessend im warmen Feuerwehrmagazin ein zufriedenes Feedback geben. Als Nagel für die Zukunft wurde den Mitgliedern der Feuerwehr Olten das deutlichere Definieren von zugewiesenen Aufgabengebieten mitgegeben.

Die Feuerwehr Olten bedankt sich beim Rettungsspezialisten, Figuranten, bei der Kantonspolizei Solothurn und dem Rettungsdienst Baselland für die unkomplizierte und realitätsnahe Mitarbeit an dieser Übung. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass solche Einsätze vorkommen, und die Feuerwehr Olten ist auch in Zukunft dafür gewappnet.(mgt)