Wangen bei Olten
Ein überdeutliches Ja zu mehr Schulraum im Alp

Die Stimmbürger von Wangen bei Olten haben sich an der Urne deutlich für den Neubau beim Schulareal Alp ausgesprochen.

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Das Kindergartengebäude (Vordergrund) soll abgerissen und an dessen Stelle der Neubau (Bild unten) realisiert werden. Links das Alpschulhaus.

Das Kindergartengebäude (Vordergrund) soll abgerissen und an dessen Stelle der Neubau (Bild unten) realisiert werden. Links das Alpschulhaus.

Bruno Kissling

Die Stimmenden von Wangen bei Olten lassen ihre Schule nicht hängen. Mit einem überdeutlichen Ja zu mehr Schulraum im Schulareal Alp befürwortete der Souverän an der Urne einen Neubau für maximal 4,2 Mio. Franken. Bei 1242 Ja zu 323 Nein und 19 leeren/ungültigen Stimmzetteln ist das Verdikt glasklar. Bereits an der Gemeindeversammlung im Juni hatte sich ein eindeutiges Resultat abgezeichnet. Damals votierte lediglich eine Stimme gegen das Projekt, 71 Stimmen waren dafür. Das Vorhaben begegnet der Prognose, nach welcher in den kommenden Jahren mit einem markanten Anstieg der Schülerzahlen zu rechnen ist. Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt präsentieren sich die Schülerzahlen tendenziell steigend. Fürs Jahr 2022 rechnet man mit rund 560 Schülerinnen und Schülern; aktuell liegt deren Zahl bei 486.

Der Neubau wird dort platziert, wo derzeit noch der Kindergartenpavillon steht. Letzterer wird abgerissen. Das neue Schulgebäude wird zwei Kindergarten-, vier Primarschul- und diverse Betriebs- und Gruppenräume aufweisen. Über das Kreditbegehren musste an der Urne befunden werden, nachdem die Kreditlimite von 1,5 Mio. Franken, für welche allein die Gemeindeversammlung zuständig ist, überschritten wurde. Für Wangen bei Olten ist das Projekt «Erweiterung Schulraum ALP» das monetär Bedeutendste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. 1991 war die neue Gemeindekanzlei an der Dorfstrasse bezogen worden.

Nach dem positiven Volksentscheid will man in Wangen jetzt vorwärtsmachen. Läuft alles rund, könnten bereits auf Beginn des Schuljahres 2019/2020 die neuen Räumlichkeiten bezogen werden. Zwischenzeitlich werden die Kindergartenschüler in einem Schulcontainer unterrichtet. Die Kosten dieser Ausquartierung sind im beantragten Kredit schon einberechnet. Mit dem deutlichen Ja lassen sich am Schulstandort Alp nun verschiedene Aspekte verwirklichen, die bislang gänzlich fehlten dort. Zum einen ergibt sich die Möglichkeit, ansatzweise eine gedeckte Pausenanlage zu schaffen, andererseits werden Gruppenarbeitsräume nutzbar.

Die bewilligten 4,2 Mio. Franken sind als Kostendach zu verstehen. Wie das offizielle Wangen stets betonte, sind keine Mehrkosten zu erwarten. (hub)

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