Im Juli 2017 wurden an der Kantonsschule Olten drei verdiente Lehrpersonen verabschiedet. Die Kanti wünscht ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg.

Marie-Theres Künzli-Stalder begann ihre Unterrichtstätigkeit vor mehr als 40 Jahren, nach der Ausbildung zur Primarlehrerin (1969 bis 1973). Während den letzten zwanzig Jahren arbeitete sie an der Kantonsschule Olten als Lehrerin für Tastaturschreiben. In allen diesen Jahren hat sie unzähligen Schülerinnen und Schülern das richtige und sichere Tippen beigebracht. Dabei folgte sie immer ihrem Credo «Sicherheit vor Schnelligkeit».

Ein Grundsatz, der aus einer Zeit stammt, in der man hier am Haus seine Briefe noch auf der Hermes-Schreibmaschine tippte und jeder Fehler fatale Folgen hatte: Man musste wieder von vorne beginnen. Ein Grundsatz aber, der auch in unserer kurzlebigen Zeit Sinn macht: Lente, ma lontano! Die Schülerinnen und Schüler liebten die Abwechslung, die das praktische Fach brachte, und sie erkannten sehr rasch, welche Vorteile die erlernten Fingerfertigkeiten mit sich brachten: Die unzähligen Arbeiten waren schneller und fehlerfrei getippt.

Marie-Theres Künzli konnte die Schülerinnen und Schüler für ihr Fach begeistern, indem sie immer wieder spannende Einstiege kreierte, witzige Zeitungsartikel oder Zungenbrecher verwendete. Mit Marie-Theres Künzli geht eine sehr zuverlässige und respektvolle Lehrerin in den wohl verdienten Ruhestand. Sie wird nun die gewonnene Freizeit noch intensiver mit ihrem Ehemann geniessen können, beim Joggen, Reisen oder Erlernen von weiteren Fremdsprachen. Eines ist sicher: Langweilig wird es den beiden nicht so schnell.

Mit Leib und Seele

Thomas Friedli, in Basel geboren, wuchs in Trimbach auf, wo er auch die Primar- und die Bezirksschule besuchte, bevor er dann an die Oberrealschule der Kanti Olten eintrat. Nach einem Austauschjahr in Indiana (USA) wechselt er an die Neue Kantonsschule in Aarau und machte 1980 die Matura Typus D. Nach Erlangen des Übersetzerdiploms (Französisch und Englisch) studierte er an der Universität Zürich die beiden modernen Fremdsprachen. Schon während des Studiums arbeitete er als Hilfslehrer an der Kanti Olten, an die er dann 1993 als Hauptlehrer gewählt wurde.

Während seiner 33-jährigen Tätigkeit an der Kantonsschule Olten unterrichtete er nicht nur mit Leib und Seele und viel Humor die Schülerinnen und Schüler, er arbeitete auch in unzähligen Projekt- und Arbeitsgruppen mit. Während all dieser Jahre war er nahezu ununterbrochen Klassenlehrer, zuerst am Gymnasium und später am Untergymnasium und dann an der Sek P. Thomas Friedli hat sich auf allen Ebenen verdient gemacht.

Er hat jahrelang zeitaufwendige Ämtchen und Leitungsfunktionen innegehabt, er hat wichtige Projekte mitgetragen und mitgeholfen, dass sie verwirklicht werden konnten. Er war immer für seine Kolleginnen und Kollegen da. Er hat sie persönlich und fachlich unterstützt und beraten. Mit knapp sechzig Jahren geht Thomas Friedli in den Ruhestand. Wer ihn kennt, weiss, dass dieser alles andere als ruhig werden wird.

Die Dissertation soll fertig werden

Simon Noa Harder besuchte in Rapperswil von 1989 bis 1997 die Primar- und Sekundarschule. Anschliessend folgte der Wechsel an die Kantonsschule Wattwil, die er 2001 mit der Matura Typus B abschloss. 2009 erhielt er den Master of Arts in Art Education an der HGKZ in Zürich. Seit August 2011 unterrichtete Simon Harder an der Kanti Olten die Fächer Bildnerisches Gestalten und Technisches Gestalten, zuerst als Lehrbeauftragter und ab 2014 als Mittelschullehrperson im Teilpensum.

Simon Harder integrierte sich sehr rasch ins Lehrerteam und arbeitete konstruktiv in der Fachschaft Bildnerisches Gestalten / Technisches Gestalten mit. Er pflegte eine offene und von gegenseitiger Achtung geprägte Zusammenarbeit. So leitete er z. B. die Qualitätsgruppe innerhalb der Fachschaft und übernahm somit Verantwortung für das ganze BiG-Team.

Er stellte auch hohe Ansprüche an sich, sein Fach und an seine Schülerinnen und Schüler, ohne das Mass für das Mögliche aus den Augen zu lassen. Das war eine grosse Herausforderung, waren doch die Jüngsten unter ihnen gerade mal zwölfjährig und die Ältesten (StudentInnen des PH Vorkurses) schon zwischen zwanzig und dreissig.

Per Ende des Schuljahres 2016/17 verlässt er leider die Kanti, um seinen Weg, die vor zwei Jahren begonnene Dissertation, weitergehen zu können.

Würdigungen: Samuel Batzli, Konrektor