Olten
Ein Ort für Eventgastronomie?

Neue Geister für den Restaurationsbetrieb auf dem Säli-Schlössli regen sich.

Urs Huber
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Beginnt es zu tagen auf dem Säli-Schlössli? Fast sieht es so aus.

Beginnt es zu tagen auf dem Säli-Schlössli? Fast sieht es so aus.

BRUNO KISSLING

Der Entwurf fürs Budget 2015 zeugte bei der Bürgergemeinde von einem gewissen Optimismus: Mit rund 32 000 Franken veranschlagte die Körperschaft die Mietzinseinnahmen, welche das Säli-Schlössli abwerfen sollte. Damals ging man davon aus, dass bereits im Frühjahr ein Pachtverhältnis eingegangen werden könnte. Derzeit aber ist von einem Pächter oder einer Pächterin keine Spur. Aber es gab, wie Bürgerpräsident Felix Frey sagt, durchaus Interessenten, die schliesslich vor einer Übernahme Abstand nahmen. Zu unsicher die wirtschaftliche Situation weil zu wetterabhängig. Umstände, die wiederum die planerischen Anforderungen und die Flexibilität an den allfälligen Betreiber oder die Betreiberin erhöhen. Und zudem, so Frey, sei der Betrieb auf dem Säli-Schlössli auch viel intensiver zu bewerben, da er ja eher peripher liege.

Neue Geister

Item: Keiner der Interessenten konnte sich zu einer Pachtübernahme durchringen. Dennoch regen sich neu formierende Geister rund um den Restaurationsbetrieb auf knapp 670 Meter über Meer. Die Bürgergemeinde nämlich hat eine Analyse in Auftrag gegeben, welche die gastronomischen Möglichkeiten auf dem Säli ausloten sollte. Von dieser Analyse hat der Bürgerrat Kenntnis genommen. Drei Bereiche der Gastronomie wurden in dem Bericht unter die Lupe genommen und auf mögliche Erfolgsaussichten überprüft: Event-, Ausflugs- und À-la-carte-Gastronomie, wobei Letztere mit den geringsten Aussichten auf Erfolg bewertet wurde. Grund: Das Führen der Küche eines solchen Restaurants ist mit einem grösseren Aufwand und grösseren Unsicherheiten bei der Planung verbunden, da À-la-carte-Gerichte in kleinen Mengen à la minute gar und angerichtet sein und wesentlich mehr Zutaten vorhanden sein müssen.

Dies hat den Bürgerrat dazu bewogen, seine Aktivitäten verstärkt in den Bereich der Eventgastronomie zu verlegen, wo die Analyse die grössten Chancen am Markt ortet. Allerdings möchte man gleichzeitig auch das Kundensegment der Tagesausflügler beziehungsweise Wanderer nicht vernachlässigt sehen, wie Frey betont. Im Moment jedoch sind wie bereits erwähnt, keinerlei Bewerbungen beziehungsweise Interessenten an Bord, die sich im Bereich der Erlebnisgastronomie engagieren möchten, aber der Bürgerpräsident kommentiert diesen Umstand relativ nüchtern: «Das kann sich schnell ändern.»

Form noch fraglich

In welcher Form, unter welcher Prämisse und wann der «Gastrobetrieb über den Dächern Oltens» seinen Betrieb wieder aufnimmt, ist derzeit unklar. Denkbar wäre für die Bürgergemeinde ein ganzjähriger Pachtvertrag, ebenso denkbar aber auch die Verpachtung der Lokalität so quasi tage- oder wochenweise an die unterschiedlichsten Interessenten, die eine Veranstaltung auf dem Säli-Schlössli planen. Spruchreif sei derzeit noch nichts, sagt Frey. Aber es scheint doch, die Besitzerin sei einen Schritt weitergekommen.

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